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ENI Profil
Die Wurzeln des ehemaligen Staatskonzerns reichen zurück bis zur Gründung von Agip 1926. 1953 wurde das italienische Erdölunternehmen mit dem sechsbeinigen Hund im Logo in die staatliche
ENI (abgekürzt für Ente Nazionale Idrocarburri) eingegliedert. Der Wandel von einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen zu einer privatwirtschaftlich agierenden, börsennotierten Aktiengesellschaft vollzog sich ab 1992. In vier Tranchen über einen Zeitraum von drei Jahren wurden 63% des Aktienkapitals am Markt platziert.
ENI ist Italiens größtes Unternehmen und hat den Sitz in Rom. Das Tankstellennetz wurde bis März 2010 unter Agip geführt, seitdem erfolgt der öffentliche Auftritt ausschließlich unter dem Firmennamen
ENI.
Erdöl, Erdgas, Stromerzeugung, Entwicklung und
Bau von Anlagen sowie Petro
chemie sind Kern des Konzerns, der in drei Geschäftsbereiche gegliedert ist: Exploration & Produktion, Gas & Energie und Raffination & Marketing. Mit Zukäufen in Algerien, China, Angola, der Nordsee und Ägypten wurden in den 90ern internationale Tätigkeiten stark ausgebaut. 1999 besiegelte
ENI mit
Gazprom eine Vereinbarung über den
Bau der Blue Stream Gaspipeline, welche Russland über das Schwarze Meer mit der Türkei verbindet. Nach der Jahrtausendwende expandierten die Römer mit den Zukäufen der in den Bereichen Exploration und Produktion tätigen British Borneo und Lasmo. 2006 wurde mit
Gazprom eine Allianz vereinbart, welche die Gaslieferungen aus Russland bis 2035 garantiert. Im Gegenzug wird
Gazprom der Eintritt in den italienischen Markt erlaubt.
ENI wird an der italienischen Börse im
FTSE MIB sowie im
Euro Stoxx 50 gehandelt. Neben
Direktinvestments über die Börse ist es Anlegern ebenfalls möglich in Eurex-Optionen zu investieren.