Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - In der letzten Woche zeigte der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) teilweise deutliche Tagesschwankungen, stichtagsbezogen präsentiert sich das Rentenbarometer aber wenig verändert, so die Analysten der WGZ BANK.
Unter charttechnischen Aspekten bleibe damit weiterhin der leicht abwärts gerichtete Trendkanal tonangebend. Die Grenzen dieses Kanals würden bei 139,50% sowie 136,60% verlaufen und damit eine breite Schwankung zulassen. Mit dem nächsten zyklischen Hochpunkt, den die Analysten am Donnerstag erwarten würden, werde dann auch über die mittel- bis langfristige Entwicklung entschieden.
Momentan bestehe noch die Möglichkeit einer abgeschlossenen "a-b-c-Korrektur". Sollte das letzte Hoch bei 139,89% nochmals übertroffen werden, ändere sich das mittelfristige Szenario nicht. Schaffe der Bund-Future den Sprung über diese Marke hingegen nicht und verletze anschließend die doppelt abgesicherte Unterstützung bei 136,60%, werde ein Zielniveau von knapp 133,00% wahrscheinlich.
Wie schnell diese Marke dann erreicht werde, sei unterdessen unklar, denn unter zyklischen Gesichtspunkten könnte eine mögliche Abwärtsbewegung bis Mitte Mai anhalten.
Unterstützend für den Bund-Future sollte sich hingegen die aktuelle Konstellation der US-Rendite auswirken. In deren Chart sei lediglich unklar, ob die Sätze in einer Seitwärtsrange oder in einem leicht abwärts gerichteten Trendkanal tendieren würden. Letzterer beschränke die Schwankungsbreite auf der Oberseite auf die Marke 2,03% auf Schlusskursbasis (aktuell: 1,98%). Den nächsten Widerstand würden die Sätze bei einem eventuellen Durchbruch dann bei 2,11% finden, sodass die Analysten von dieser Seite keine größeren Belastungsfaktoren für ihr heimisches Rentenbarometer erkennen könnten.
Entscheidend weiterhelfen könnten die Indikatoren bei der Prognose nicht, denn sie würden sich neutral zeigen. Alleine das MACD-Histogramm zeige abfallende Tiefpunkte, doch sollten diese Signale in einer Seitwärtsbewegung - die seit Dezember zweifelsohne zu erkennen sei - nicht überbewertet werden.
An der Analysteneinschätzung habe sich nichts geändert. Während der Bund-Future kurzfristig erratisch schwanken könne, dürfte er auf übergeordneter Zeitebene eine marginal abwärts gerichtete Tendenz einnehmen. (14.02.2012/ac/a/m)