Bonn (aktiencheck.de AG) - Nachdem die EU-Finanzminister den Druck auf die an den PSI-Verhandlungen beteiligten Parteien erhöht haben, könnte die jüngste "Risk-on"-Dynamik auf Widerstand stoßen, so die Analysten von Postbank Research.
Gleichzeitig müssten 10-jährige Renditen von 2% auch nicht notwendigerweise das Ende des jüngsten Bund-Sell-Offs bedeuten. Die Märkte hätten bereits frühere Verzögerungen bei den griechischen PSI-Verhandlungen abprallen lassen und heute könnten "Safe-Haven"-Anlagen weiteren Gegenwind seitens der europäischen Einkaufsmanagerindices zu spüren bekommen, die möglicherweise verbesserte Wirtschaftbedingungen signalisieren würden.
Was die Emissionstätigkeit angehe, so würden die Niederlande im 1-jährigen und im 30-jährigen Bereich insgesamt 1,5 bis 2,5 Mrd. EUR platzieren.
Wenn es um die Offenmarktgeschäfte der EZB gehe, hätten in dieser Woche Banken die Möglichkeit, morgen Liquidität aus dem langfristigen Refinanzierungsgeschäft (LRG) mit drei Monaten Laufzeit abzuziehen und dadurch Sicherheiten verfügbar zu machen für eine Umschichtung in das Ende Februar stattfindende LRG mit drei Jahren Laufzeit. Heute nehme die EZB die Zuteilung des regelmäßigen Hauptrefinanzierungsgeschäfts vor.
Gestern habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) seine Abwärtskorrektur fortgesetzt. Es sei mit einer weiteren Korrektur hinauf auf 137,80 zu rechnen, bevor der weitere Rückgang auf 136,70, bzw. 135,75 fortgesetzt werde. (24.01.2012/ac/a/m)