Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Den dritten Tag in Folge hat sich der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gestern mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 6.370 Punkten) auseinandergesetzt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der ausgeprägte Docht der gestrigen Tageskerze dokumentiere aber nach wie vor, dass eine Stabilisierung auf dieser Basis nicht so recht gelingen wolle. Bei einem Bruch der meistbeachteten Glättungslinie rücke vielmehr der Erholungstrend seit Anfang Juni (akt. bei 6.319 Punkten) in den Fokus. Könnten die deutschen Standardwerte auch diese Bastion nicht verteidigen, werde ein schnelles Schließen der Kurslücke vom 29. Juni bei 6.262/40 Punkten wahrscheinlich. Übergeordnet müsste dann ohnehin die gesamte Erholungsbewegung seit Anfang Juni als "bearishe" Korrekturflagge interpretiert werden, was perspektivisch einen Stresstest des Tiefs vom Juni bei 5.914 Punkten impliziere.
Auf der Indikatorenseite sei das jüngste MACD-Verkaufssignal hervorzuheben, das sich aufgrund der gestrigen Kursentwicklung nochmals verfestigt habe. Um das Pendel doch noch zugunsten eines Stabilisierungsszenarios ausschlagen zu lassen, sei aber zumindest ein Anstieg über das gestrige Tageshoch bei 6.475 Punkten vonnöten. (26.07.2012/ac/a/m)