DAX, Nachhaltigkeit kann angezweifelt werden - boerse.de
boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax8.332,500,32%Dow Jones15.303,100,00%EUR-USD1,2930-0,08%
MDax14.039,000,14%Nasdaq2.991,02-0,01%Rohöl (WTI)93,910,00%
TecDax959,00-0,31%EuroStoxx2.764,30-0,45%Gold1.384,500,00%

DAX

Typ: Index
WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008
Land/Region: Deutschland
Sektor: Large-Caps

08:38 12.06.12

DAX, Nachhaltigkeit kann angezweifelt werden

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Analysten bei der Helaba bezweifeln eine Nachhaltigkeit der gestrigen Aufwärtsbewegung im DAX.

Der Dax sei zunächst fulminant in die neue Handelswoche gestartet. Auslöser dafür wäre gewesen, dass Spanien unter den Rettungsschirm gehen werde. Entsprechend könne das Land mit Notkrediten von bis zu 100 Mrd. Euro an Hilfsgeldern rechnen. Dies sei bereits am Samstag von den Finanzministern der Eurozone beschlossen worden. Nach Angaben der DZ Bank sei diese Einigung gezielt an einem Wochenende getroffen worden, da die Märkte zu diesem Zeitpunkt geschlossen waren. Entsprechend groß sei der Nachholbedarf zur Markteröffnung gewesen. Hinzu komme, dass mit Blick auf den in dieser Woche anstehenden, großen Verfalltermin eine ganze Reihe von Short-Positionen geschlossen werden mussten – insbesondere bei Finanztiteln – wodurch die Anstiegsbewegung nochmals beschleunigt worden wäre.

Dennoch sei von Anfang an förmlich spürbar gewesen, dass die Skepsis insgesamt nicht gewichen sei. Dazu hätten auch einige, negative Analysten-Stimmen beigetragen, so dass der DAX mit einem Stand von 6.141 Zählern, und damit recht deutlich unter Tageshoch (6.287 Zähler) aus dem Handel ging.

Neben Spanien rücke auch Italien wieder verstärkt in den Fokus. Vor allem Hedge Funds hätten, wie zu hören sei, massive Positionen aufgebaut, welche gestern die italienischen Renditen schon deutlich hätten ansteigen lassen. Darüber hinaus könne Zypern bereits in Kürze Euro-Hilfen benötigen und Griechenland fordere nun, die gleichen "Sparbedingungen" wie Spanien zu erhalten. Darüber hinaus stehe die Frage im Raum, woher weitere Hilfsgelder kommen sollen. Denn mit der Spanien-Hilfe schmilze das Volumen vom EFSF immer mehr zusammen, zumal Spanien auch als Garantiegeber (laut Statuten) nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Der ESM werde offiziell am 1. Juli in Kraft treten, dessen Einsatzbereitschaft werde auf frühestens Mitte Juli taxiert. Bei dieser Gemengelage sei es nach Ansicht der Helabe-Experten nicht verwunderlich, dass die Aktienmärkte weiter zu kämpfen hätten.

(12.06.2012/dc/a/i)


Quelle: ac

Hier geht's zur Indizes-Startseite

Anzeige

Deutsche Bank X-markets: Alle Derivate