DAX gibt weiter nach - Konjunkturdaten und Berichtssaison halten Investoren in Deckung
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Zum Wochenauftakt gibt es zunächst kaum Bewegung am deutschen Aktienmarkt, so Gregor Kuhn, Marktanalyst von IG Markets.
Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) orientiere sich primär seitwärts - mit leicht negativer Tendenz. Am Nachmittag würden sich die Verluste dann zusehends ausweiten. Damit könne der Leitindex nicht an die Rally zum vergangenen Wochenausklang anknüpfen. Der Markt warte auf neue Impulse. Und davon stünden im Wochenverlauf noch eine ganze Reihe potenzieller Kurstreiber vor der Tür.
Zum einen warte eine Vielzahl Unternehmen mit Quartalszahlen auf. Allein in dieser Woche würden sich 92 Unternehmen des S&P-500-Index (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) bzw. 28 Prozent seiner Börsenkapitalisierung in die Bücher blicken lassen. Hier dürfte das Augenmerk auf den US-Großbanken Citigroup (ISIN US1729671016/ WKN 871904), Goldmann Sachs (ISIN US38141G1040/ WKN 920332), Bank of America (ISIN US0605051046/ WKN 858388) und Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) liegen.
Auf der anderen Seite stehe ein dichter Strauß relevanter Konjunkturdaten auf der Agenda. Letzterer starte heute mit den US-Einzelhandelsumsätzen für den Monat Juni, die schon mal schwächer (minus 0,5 Prozent zum Vormonat) als erwartet (plus 0,2 Prozent) ausgefallen seien. Am Dienstag würden die Verbraucherpreise, zur Wochenmitte das Beige Book der FED, der Industrie-Index der Philadelphia FED am Donnerstag und schließlich - "last but not least" - die Frühindikatoren folgen.
Da würden die Anleger vorerst in Deckung bleiben, würden sich mit neuen Engagements zurückhalten und abwarten, wohin die Reise gehe. Dazu kämen Gewinnmitnahmen, denn die Großwetterlage sehe weiterhin mehr als durchwachsen aus. In den Vereinigten Staaten stottere nach wie vor der Arbeitsmarkt, die Eurozone laviere sich durch die Finanzkrise und China sehe sich mit einem abschwächenden Wirtschaftswachstum konfrontiert. Damit liege es an den nun kommenden Impulsen von Konjunktur- und Unternehmensebene und Berichten, welche Richtung die Aktienmärkte demnächst einschlagen würden.
Am späten Nachmittag notiere der DAX bei 6.520 Punkten 0,6 Prozent fester. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliere 0,9 Prozent auf 2.239 Zähler. Die Europäische Gemeinschaftswährung gebe 0,3 Prozent auf 1,2217 US-Dollar ab. Der US-Leitindex Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) präsentiere bei 12.698 Zähler einen Abschlag von 0,6 Prozent. Die Goldunze verbillige sich um 0,2 Prozent auf 1.587 US-Dollar. (16.07.2012/ac/a/m)