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DAX

Typ: Index
WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008
Land/Region: Deutschland
Sektor: Large-Caps

09:11 25.05.12

DAX, keine Aufhellung in Sicht

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.


In den letzten Tagen sei unschwer zu erkennen gewesen, dass sich der DAX von den oben beschriebenen "Entwicklungen" sichtlich beeindruckt gezeigt habe. Entsprechend seien die Volatilitäten deutlich angesprungen, was die zunehmende Risikoaversion der Marktteilnehmer unterstreiche. Angesichts fallender Hoch- und Tiefpunkte bei den führenden Indizes und einer bereits vollzogenen Annäherung an wichtige Supportmarken wie der 200-Tagelinie beim DAX, sei nicht davon auszugehen, dass sich das Gesamtbild in Kürze deutlich aufhellen werde. Grundsätzlich hätten laufende Trends eine höhere Wahrscheinlichkeit sich fortzusetzen als umzukehren. Nicht zuletzt deshalb finde sich, abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, kein ausreichend gutes Chance- und Risikoprofil um neue Long-Positionen zu rechtfertigen.

In diesem Zusammenhang sei nochmals auf die 55-Wochen-Linie (EMA) hingewiesen. Sollte diese (aktuell bei 6.490 Zählern) auf Schlusskursbasis unterschritten werden, würde ein bereits letzte Woche ausgelöstes Short-Signal (mittelfristig) nochmals bestätigt werden. Sofern dies der Fall sein sollte, wofür aus Sicht des Experten einiges spricht, könnte ein Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Zählern, aus charttechnischer Sicht, nicht ausgeschlossen werden. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 6.190 und 6.350 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 6.241 und bei 6.195, Widerstände bei 6.380 und bei 6.413 Zählern.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuteten auf eine verhaltene Eröffnung hin. Die Indikation liege heute bei 6.289 Punkten. Zwar sei es dem Dow Jones in der letzten Handelsstunde gelungen, leicht in die Pluszone zu drehen, allerdings sei die weiterhin vorhandene Verunsicherung der Marktteilnehmer förmlich greifbar. Die "politischen Ereignisse" rund um die Eurozone würden weiter den Ton angeben, wenngleich immer offensichtlicher werde, dass die einzelnen Länder verstärkt ihre eigenen Interessen durchsetzen wollten. So habe zum Beispiel Italiens Ministerpräsident gesagt, dass die "Euro-Bonds bald kommen werden": In Griechenland haben die Gegner des EU-Sparprogramms nach Angaben des Marktbeobachters noch immer die Nase vorn.

(25.05.2012/dc/a/i)


Quelle: ac

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