Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.
Der DAX habe gestern seine Korrekturbewegung auf beeindruckende Art und Weise fortgesetzt und auf Schlusskursbasis ein Plus in Höhe von 1,73 % verbucht. Dazu hätten vor allem die guten Geschäftszahlen von Apple beigetragen. Aber auch eine Beruhigung bei den italienischen und spanischen Renditen habe sich positiv bemerkbar gemacht, was insgesamt auch die Volatilitäten nach unten gebracht habe. So habe der V-DAX von 26,88 auf 25,40 nachgegeben.
Allerdings sollte man aus Sicht des Experten nicht versucht sein, die Belastungsfaktoren der letzten Zeit aus den Augen zu verlieren. Die Handelsumsätze auf Xetra hätten zwar gegenüber dem Vortag etwas zugelegt, allerdings sei das Volumen der zuletzt vollzogenen Abwärtsbewegung nicht erreicht worden. Idealerweise sollten die Umsätze bei steigenden Kursen merklich zunehmen. In diesem Zusammenhang sei man versucht zu sagen, dass das Vertrauen in die Märkte noch nicht wieder vollständig hergestellt sei, was nach Meinung des Strategen aber auch nicht verwunderlich ist. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuteten auf eine moderat schwächere Eröffnung des DAX hin. Die Indikation liege heute bei 6.699 Punkten. Besonders werde man die bereits vorgelegten Unternehmens-Quartalsberichte im Auge haben.
Gestern sei es dem DAX gelungen, die Widerstände im Bereich von 6.650 Punkten hinter sich zu lassen. Heute gelte es, eine ungleich massivere Barriere bei 6.754/6.767 Zählern zu überwinden. Zweifel, dass dieses Unterfangen nachhaltig gelingen werde, sollten angebracht sein. Aber selbst wenn kurzfristig ein Überschreiten gelingen sollte, dürfte spätestens bei 6.827 Zählern die Luft sehr dünn werden. Auf der Unterseite wirk die oben genannte und temporär gebrochene Widerstandszone als Support. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 6.560 und 6.750 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 6.499 und bei 6.458, Widerstände bei 6.754 und bei 6.767 Zählern.
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