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EUR/USD (Euro / US-Dollar)

Typ: Devise
WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759
Branche: Devisen

11:48 31.01.12

EUR/USD es fehlt der entscheidende Impuls

München (aktiencheck.de AG) - Die gestern gefassten Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs zu mehr Fiskaldisziplin und Einführung einer automatischen Schuldenbremse, sowie zur Etablierung des dauerhaften Rettungsschirms ESM schon für Anfang Juli sind zwar ein wichtiger Schritt um das Vertrauen der Finanzmärkte auf längere Sicht zurückzugewinnen, dennoch zeigten sich die Devisenmärkte zunächst unbeeindruckt, so die Analysten von UniCredit Research.

Die Einigung der 25 Staaten, Großbritannien und Tschechien hätten nicht zugestimmt, werde zwar zur weiteren Stabilisierung in EUR/USD beitragen, aber keine neuen Impulse hinsichtlich weiterer Kurskorrekturen auslösen. Dazu habe gestern das Überraschungsmoment gefehlt.

Was die Märkte gegenwärtig noch unter den Nägeln brenne, seien vielmehr die aktuellen Probleme um Griechenland und nun auch wieder Portugal. Solange keine Einigung über die Beteiligung privater Gläubiger bei der Umschuldung Griechenlands vorliege, würden ernsthafte Angriffe auf 1,3245 vermutlich ausbleiben. Erst, wenn diese Marke durchbrochen werde, könne man davon ausgehen, dass der Abwärtstrend des Euro vorerst gestoppt sei. Dies schon in den kommenden Tagen zu erreichen, werde schwierig genug, zumal morgen der ISM-Index veröffentlicht werde und man eine Konsensüberschreitung erwarte. Für den US-Arbeitsmarktbericht rechne man zwar mit schwächeren Daten, aber mehr als eine Seitwärtsbewegung auf aktuellem Niveau dürfte dabei dennoch nicht heraus kommen.

Nach Auffassung der Analysten bleibe der Euro noch einige Zeit fragil. Man sollte letztlich nicht unterschlagen, dass die Stabilisierung der Bondrenditen in Italien und Spanien mit auf die Unterstützung der EZB angewiesen sei und sich die EZB-Bilanz bei einer Fortsetzung des Ankaufprogramms zudem extrem ausweiten dürfte. Außerdem dürfe nicht vergessen werden, dass noch immer das Rezessionsgespenst in der Eurozone umgehe, wenngleich man nicht von einer Rezession für 2012 ausgehe. Aber eine konjunkturelle Bodenbildung in den USA zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt sei dennoch sehr wahrscheinlich und würde dem USD erneut Auftrieb verleihen. (31.01.2012/ac/a/m)



Quelle: ac



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