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EUR/USD (Euro / US-Dollar)

Typ: Devise
WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759
Branche: Devisen

13:30 22.05.12

EUR/USD konsolidiert oberhalb von 1,2610

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Während der vergangenen Tage ist einmal mehr klar geworden, dass eine Einheitswährung ohne Transferzahlungen - seien sie direkt oder indirekt - nicht funktionieren kann, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.

Und die jüngsten Umfragen zum Verbleib Griechenlands in der Eurozone dortzulande und in Deutschland würden zeigen, dass es eben um diese Transferzahlungen gehe: Die Griechen möchten mehrheitlich in der Eurozone bleiben, während fast genauso viele Deutsche (gut zwei Drittel der Befragten) jüngst der Ansicht gewesen seien, Griechenland solle die Eurozone verlassen. Aber auch jenseits der Griechenland-Problematik gehe es letztlich bei den Diskussionen zwischen Frankreich und Deutschland über Austerität und Wachstum um genau die gleiche Geschichte. Dennoch hätten gestern die Finanzminister beider Länder bei ihrem Treffen den Eindruck zu vermeiden versucht, es gäbe einen unlösbaren Dissens.

Auch wenn die deutsche Seite vordergründig am Spardiktat festhalten möchte, würden sich hier und da doch Indizien zeigen, dass die Regierung nach all den Jahren der Zurückhaltung bei den Lohnabschlüssen unlängst signalisiert habe, man befürworte eine Steigerung der Arbeitseinkommen. Diese Botschaft sei beim jüngsten Abschluss der Metaller mit einem Lohnplus von 4,3 Prozent deutlich angekommen. Und die Märkte scheinen, sofern man den Kommentatoren Glauben schenken mag, diesen indirekten Transfer via Inflationsbegünstigung willkommen zu heißen, so die Analysten von Cognitrend.

Natürlich gebe es auch andere indirekte Transfer-Möglichkeiten, seien es die vom französischen Finanzminister Moscovici angeregten projektbezogenen Anleihen, ein LTRO-Programm der EZB oder gar Eurobonds. Am Ende stelle sich jedoch die Frage, ob all diese Maßnahmen ausreichend seien. Der Euro konsolidiere sich unterdessen oberhalb von 1,2610, der Stabilitätspunkt bleibe bei 1,2920. (22.05.2012/ac/a/m)


Quelle: ac

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