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EUR/USD (Euro / US-Dollar)

Typ: Devise
WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759
Branche: Devisen

15:07 02.02.12

Euro bleibt fragil und Dollar verliert an Zugkraft

München (aktiencheck.de AG) - Gestern wurde es im EUR/USD-Handel zur oberen Seite noch einmal so richtig eng, berichten die Analysten von UniCredit Research.

Der kritische Widerstand um 1,3244 sei erneut in Sichtweite gerückt, aber letztlich unangetastet geblieben. Der mit Spannung erwartete ISM-Index habe zwar über dem Wert des Vormonats gelegen, sei andererseits jedoch hinter der Konsensschätzung zurückgeblieben, und aus Griechenland habe die Märkte zum wiederholten Male die Nachricht ereilt, man stünde kurz vor einer Einigung mit den privaten Gläubigern. Günstig seien zudem die globalen Rahmenbedingungen gewesen, ausgedrückt in optimistisch gestimmten Aktienbörsen.

Die Tatsache, dass sich EUR/USD bereits seit sechs Handelstagen zwischen 1,3050 und 1,3235 bewege, sei nicht unbedingt ein Verdienst des Euros. Zwar seien hier mit den letzten beiden EU-Gipfelergebnissen entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft erfolgt, sofern eine konsequente Umsetzung in den einzelnen Staaten stattfinde, und auch habe die EZB einen erheblichen Beitrag zur Liquiditätsversorgung der Märkte und zur Reduzierung der Kapitalmarktrenditen in Spanien und Italien geleistet, aber mit Portugal tauche gegenwärtig ein neuer Brandherd auf und Griechenlands Reformwillen werde ohnehin auf breiter Front angezweifelt. Kurzum, der Euro sei noch nicht in der Lage, aus eigener Kraft eine Trendwende herbeizuführen.

Geändert habe sich allerdings die Performance des Dollars. Seit die FED mit recht mäßigen Wachstumsperspektiven aufgewartet und ihre Erwartung einer ersten Leitzinsanhebung bis ins späte Jahr 2014 verschoben habe, stehe die US-Währung auf einem nicht mehr ganz so festen Fundament. Auch habe der Dollar noch vor einigen Wochen als sicherer Hafen von der geringen globalen Risikobereitschaft profitiert. Dies sei gegenwärtig nicht mehr der Fall, da sich die Risikobereitschaft deutlich erhöht habe und die Ängste vor einer weltweiten Rezession weitgehend gewichen seien.

Der Dollar sei nicht schwach, die meisten der jüngst veröffentlichten US-Konjunkturdaten seien sogar ermutigend gewesen, er habe aber einiges von seinem Ausnahmestatus eingebüßt. Sollte heute US-Notenbankchef Bernanke bei seinem halbjährlichen Konjunkturausblick ähnlich zurückhaltend sein wie der Inhalt des letzten FOMC-Statements, dürfte sich EUR/USD bis zur Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten morgen Nachmittag weiterhin in Sichtweite der 1,3244 bewegen. (02.02.2012/ac/a/m)



Quelle: ac



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