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13:12 22.02.12

Eurozone Umfang der IWF-Hilfen noch unklar

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Mit -20,2 Punkten zeigten sich die Verbraucher in der Eurozone im Februar etwas weniger pessimistisch als noch im Vormonat (Januar: -20,7 Punkte), berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Derweil hätten französische Konsumenten im Monatsvergleich um 0,4% weniger tief in die Tasche greifen müssen, die Jahresrate der Inflation sei von 2,5% auf 2,6% angestiegen. Dies sei zum einen auf die an der Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 5,5% auf 7% zurückzuführen. Zum anderen hätten steigende Ölpreise zuletzt die Kraftstoffpreise befeuert, eine Entwicklung die auch in den kommenden Wochen für Preisdruck sorgen dürfte.

Nach den Beschlüssen der Finanzminister der Eurozone vom Montag über weitere Hilfen für Griechenland habe die griechische Regierung gestern die technischen Details zum am Montag beschlossenen Schuldenschnitt bekannt gegeben. Derweil scheine die Höhe der Beteiligung des IWF an dem am Montag beschlossenen Hilfspaket in Höhe von130 Mrd. EUR noch unklar. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, plane dem IWF-Direktorium erst in der zweiten Märzwoche einen Beitrag zum Hilfspaket vorzuschlagen. Über die etwaige Höhe habe sie noch keine Angaben gemacht.

Vielmehr habe Lagarde betont, dass man bei einer Entscheidung berücksichtigen würde, "ob sich die Europäer selbst mit einer vernünftigen Brandschutzmauer ausrüsten würden, die aus dem EFSF und dem ESM bestehe". Die IWF-Chefin scheine somit den Druck auf die Mitgliedsländer der Eurozone erhöhen zu wollen, wie von ihr gefordert das Volumen des ESM, mit Hilfe übrig gebliebener Mittel aus dem EFSF, von 500 Mrd. EUR auf rund 750 Mrd. EUR zu erhöhen - ein Vorschlag, den besonders Deutschland zuletzt vehement abgelehnt habe.

Die Märkte hätten sich in diesem Umfeld gestern wenig euphorisch gezeigt. Beim DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei es zu Gewinnmitnahmen gekommen und auch der Euro habe einen Teil der anfänglichen Euphorie wieder ausgeglichen: Zwar habe das Niveau von 1,32 USD zum US-Dollar verteidigt werden können, ein Angriff auf die nächste Hürde bei rund 1,33 USD scheine zunächst aber noch nicht auf der Agenda zu stehen. (22.02.2012/ac/a/m)



Quelle: ac

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