Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Auswirkungen der trockenen und heißen Witterung in wichtigen US-Anbaugebieten werden immer dramatischer wahrgenommen, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Nur noch 56% der Maispflanzen und 53% der Sojapflanzen würden vom USDA mit "gut" oder "sehr gut" bewertet. Damit seien die Bewertungen so schlecht wie in keinem anderen Jahr seit 1988 zur gleichen Jahreszeit. Da insbesondere die Maisaussaat in diesem Jahr früh erfolgt sei, befänden sich die Pflanzen häufig in einem Entwicklungsstadium, in dem die Schäden quasi nicht mehr aufgeholt werden könnten, selbst wenn eine gemäßigtere und feuchtere Witterung einträte. Auch für die nächsten zehn Tage sei im Mittleren Westen allerdings kein Regen vorhergesagt, was eine weitere Verschlechterung des Pflanzenzustands erwarten lasse.
Gestern hätten die Notierungen bei Mais um 6,8% auf ein Fünf-Wochenhoch von 631 US-Cents je Scheffel zugelegt. Die Preise für Sojabohnen seien um 2,8% auf mehr als 1.480 US-Cents je Scheffel gestiegen. Damit hätten sie fast wieder das Niveau von Ende April erreicht. Weizen sei gestern ebenfalls erheblich teurer gehandelt worden. Nach einem Anstieg um fast 8% habe der Schlusskurs in Chicago 724 US-Cents je Scheffel betragen, was dem höchsten Niveau seit knapp zehn Monaten entspreche. Neben den Vorgaben vom Maismarkt kämen hier auch die Sorgen über das durch Trockenheit verringerte Angebot aus Russland und der Ukraine sowie die robuste internationale Nachfrage nach US-Weizen in den letzten Wochen zum Tragen. Zudem dürfte es zu Schließungen von Short-Positionen gekommen sein. (26.06.2012/ac/a/m)
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