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Mit Société Générale-Open End-Turbos auf Bund-Future setzen - Optionsscheineanalyse

Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich bei seiner Auswärtssitzung Mitte Mai in Brüssel trotz anhaltend niedriger Inflation dagegen entschieden, den Leitzins für die Eurozone weiter zu senken, er bleibt auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent, so die Analysten der Société Générale (SG) in ihrer aktuellen Ausgabe von "Themenwerkstatt".

Die Notenbanker würden die nächsten Wachstums- und Inflationsprognosen im Juni abwarten. Zuvor hätten der Internationale Währungsfonds (IWF), die Industrieländerorganisation OECD und auch Frankreich gefordert, die Geldpolitik weiter zu lockern. Im April sei die Jahresteuerung im Euroraum von 0,5 Prozent im Vormonat auf 0,7 Prozent gestiegen. Daher hätten Experten mit einer Verlängerung der Zinspause gerechnet. Allerdings liege die Inflation weiterhin deutlich unterhalb der EZB-Zielmarke von knapp 2 Prozent.

Zudem stünden in einem Monat neue Prognosen der EZB-Ökonomen für die Entwicklung der Inflation auf mittlere Sicht an. Sollte diese Prognose die Erwartungen der Währungshüter enttäuschen und doch die Gefahr anzeigen, dass die Eurozone in eine gefährliche Spirale aus fallenden Preisen, fallenden Löhnen und sinkendem Verbrauch abzugleiten drohe, dürften sie handeln.

Die OECD habe der EZB nahe gelegt, angesichts von niedriger Teuerung, der nach wie vor schwachen Konjunktur in den Euro-Ländern und der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Krisenländern nachzulegen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) fordere seit längerer Zeit entschiedenere Schritte der EZB. Analysten hätten berechnet, dass monatliche Aufkäufe von Staatsanleihen und privaten Wertpapieren im Volumen von 35 Milliarden Euro ausreichen könnten, um die Teuerung um bis zu 1 Prozentpunkt anzuheben und damit die Konjunktur zu stützen.

Allen Notenbankern ein Dorn im Auge sei der seit Monaten am Devisenmarkt aufwertende Euro. Bislang sei es Draghi und seinen Kollegen trotz zahlreicher verbaler Interventionen nicht gelungen, diesen Trend nachhaltig zu stoppen. Ein zu starker Euro koste nicht nur die europäischen und vor allem deutschen Exporteure viel Geld, sondern drücke indirekt über fallende Importpreise das Preisniveau in der Eurozone.

Die EZB habe am 5. Juli 2012 die Leitzinsen auf ein seinerzeitiges Rekordtief von 0,75 Prozent gesenkt, am 2. Mai 2013 auf 0,5 Prozent weiter gedrückt und schließlich am 7. November 2013 auf das bisherige historische Tief von 0,25 Prozent abgesenkt. Seitdem könnten sich Europas Banken seit der Euro-Einführung 1999 so günstig wie noch nie mit frischem Geld versorgen. Die Kosten für ihre Refinanzierung seien also weiter gesunken.

Die amerikanische FED halte ihre Leitzinsen seit dem 16. Dezember 2008 mit 0,00 Prozent bis 0,25 Prozent ebenfalls auf Rekordtiefniveau. Privatanleger könnten mit ausgewählten Zertifikaten und Optionsscheinen auf Staatsanleihen solide Renditen erwirtschaften. Dabei sei die Bandbreite an so genannten Fixed Income-Derivaten groß: So gebe es Zertifikate und Optionsscheine auf Euro-Schatz-, Euro-Bobl-, Euro-Bund (ISIN DE0009652644/ WKN 965264)- und Euro-BUXL-Futures oder auch auf US-Treasury Notes, französische Euro-OAT Futures oder englische Staatsanleihen (Gilts).

Der Euro-BUXL-Future zum Beispiel sei ein Terminkontrakt auf fiktive langfristige Schuldverschreibungen mit Laufzeiten zwischen 24 und 35 Jahren bei einem Nominalzins von 6 Prozent. Dabei müsse das Emissionsvolumen mindestens 10 Mrd. Euro betragen. Emittent sei die Bundesrepublik Deutschland und als Kontraktgröße seien 100.000 Euro festgesetzt. Preisangaben würden in Prozent erfolgen und auf zwei Nachkommastellen berechnet. Die kleinste Preisveränderung von 0,02 Prozent entspreche einem Wert von 20 Euro.

Der Euro-Bund-Future spiegele fiktive Bundesanleihen mit Restlaufzeiten von 8,5 Jahren bis 10 Jahre wider, während der Euro-Bobl-Future mittelfristige Bundesobligationen (Laufzeit zwischen 4,5 und 5,5 Jahre) abbilde. Der Bund-Future habe aktuell begleitet von extrem hohen Umsätzen den Aufwärtsimpuls mit zunehmender Schwungkraft fortgesetzt, Mitte Mai ein neues Kontrakthoch bei 146,75 markiert und am 20. Mai bei 146,09 geschlossen, das Allzeithoch bei 147,20 sei nach Ansicht von vielen Analysten in Reichweite.

Mit Open End-Turbo-Optionsscheinen könnten Anleger überproportional an Kursveränderungen eines Basiswertes partizipieren. Turbo-Optionsscheine würden als Long und als Short angeboten, so könne nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitiert werden. Bei dem Einsatz von Open End-Turbos könne es aufgrund des Hebeleffektes nicht nur zu deutlichen Gewinnen, sondern auch zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.

Die Société Générale biete ein der umfangreichsten Produktangebote zu den verschiedensten Basiswerten im Markt an, darunter Open End-Turbo-Optionsscheine auf folgende Basiswerte im Bereich Fixed Income-Derivate: Euro-Schatz-Future, Euro-Bobl-Future, Euro-Bund-Future sowie Euro-BUXL-Future.

Aktuell würden sich folgende Open End Turbo-Optionsscheine auf den Bund-Future anbieten: Der Open End Turbo Short Optionsschein (ISIN DE000SG4D7V7/ WKN SG4D7V), um auf einen fallenden Bund-Future zu setzen; Anleger mit einer gegenteiligen Erwartung könnten zu einem Open End Turbo Long (ISIN DE000SG4SMB8/ WKN SG4SMB) greifen. (27.05.2014/oc/a/z)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


Quelle: ac


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