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08:59 22.06.12

Öl-Future, das rechnerische Abschlagspotenzial

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Nach Beurteilung der Rohstoff-Experten bei der HSBC Trinkaus wurde beim Öl eine charttechnische Trendwende vollzogen.

Ende Februar sei dem Ölpreis-Future mit 128,40 USD noch die höchste Notierung seit 2008 gelungen. Seither kenne das schwarze Gold allerdings nur noch eine Richtung, nämlich nach Süden. Mit dem Rutsch unter die Tiefs von August und September 2011 bei rund 99 USD sei nun sogar eine obere Umkehr in Form eines klassischen Doppeltops Realität geworden.

Nach Beurteilung der HSBC-Experten müsse damit der gesamte Aufwärtsimpuls seit dem Tief vom Dezember 2008 bei gut 36 USD als "zu den Akten gelegt" angesehen werden. Abgerundet werde die negative Weichenstellung durch den jüngsten Bruch des Aufwärtstrends seit Juli 2009 (akt. bei 94,43 USD).

Das rechnerische Abschlagspotenzial aus der vervollständigten Toppbildung müsse auf rund 30 USD taxiert werden, was zu einem kalkulatorischen Kursziel von knapp 70 USD führt. Auf dem Weg in diesen Zielbereich, der zudem sehr gut mit diversen Tiefpunkten aus dem Jahr 2010 harmoniere, diene die 200-Wochen-Linie (akt. bei 87,01 USD) als wichtige Zwischenetappe.

Obwohl die ersten Oszillatoren wie beispielsweise RSI und Stochastik bereits in überverkauftes Terrain vorgedrungen seien, befinde sich der Ölpreis-Future vor dem beschriebenen Hintergrund somit klar im Baisse-Modus. Diese Einschätzung wäre erst über Bord zu werfen, wenn zeitnah die Nackenlinie des Doppeltops bei rund 99 USD zurückerobert würde.

(22.06.2012/dc/a/r)


Quelle: ac