Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In seiner letzten Prognose hatte das USDA das Angebot an Sojabohnen für die laufende Saison 2011/12 nochmals deutlich reduziert und damit ein weiteres Mal auf die Trockenheitsschäden in Südamerika reagiert, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Möglicherweise seien die derzeit angenommenen 42,5 Mio. Tonnen Sojabohnen für Argentinien noch immer zu hoch angesetzt. Die Buenos Aires Cereals Exchange habe sich bereits zu einer Reduktion der Ernteerwartung auf unter 40 Mio. Tonnen veranlasst gesehen. Andere Ölsaaten könnten das hohe Defizit am Weltsojamarkt nicht ausgleichen. Vielmehr rechne das auf Ölsaaten spezialisierte Analysehaus Oil World auch für die Gruppe der Ölsaaten insgesamt mit einem Absinken der weltweiten Lagerbestände auf ein 3-Jahrestief zum Ende der Saison 2011/12.
Allerdings richte sich der Blick bereits auf ein deutlich höheres Angebot an Sojabohnen und einen derzeit prognostizierten weltweiten Überschuss in Höhe von 6 Mio. Tonnen in 2012/13. Für die Gruppe der Ölsaaten insgesamt dürfte der Überschuss aber geringer ausfallen, nicht zuletzt weil bei Raps zum dritten Mal in Folge ein Defizit auftreten könnte. So schätze die EU-Prognoseeinheit MARS für den weltgrößten Produzenten EU den Hektarertrag auch für 2012 auf 4,4% unter dem 5-Jahresdurchschnitt und damit ähnlich niedrig wie in 2011. Die Analysten würden daher insgesamt weiterhin recht feste Notierungen für Ölsaaten erwarten. (01.06.2012/ac/a/m)