Rohstoffe im Überblick - Angebotsrückgang beflügelt Brent-Preis
Paris (www.aktiencheck.de) - Der mittels börsengehandelten Produkten in Silber investierte Geldbetrag steigt seit Monaten an und hat inzwischen einen Wert von über 16 Milliarden US-Dollar erreicht, so die Analysten der Société Générale in ihrer aktuellen Ausgabe von "Investment & Life Rohstoffe".
Dennoch zeige sich der Preis des Edelmetalls relativ unbeeindruckt. In London notiere die Feinunze weiterhin um 28 US-Dollar. Grund hierfür sei die geringere Nachfrage wegen des schwachen Wirtschaftswachstums: Über die Hälfte der Silbernachfrage komme aus der Industrie, welche den Rohstoff z.B. für Batterien oder Fernsehgeräte benötige.
Der seit drei Wochen anhaltende Rückgang der Ölbestände in den USA, dem weltweit größten Abnehmer des Energierohstoffs, habe zu Wochenbeginn den Preis für den nächstfälligen Brent Future an der ICE steigen lassen. Am Montag habe sogar kurzzeitig die Marke von 115 US-Dollar je Barrel überwunden werden können. Auch die Kollision eines Schiffs der US Navy mit einem Öltanker im Persischen Golf könnte die positive Preisveränderung leicht beeinflusst haben.
Nachdem die anhaltende Dürre in Indien die Baumwollpreise stark habe steigen lassen, habe der nächstfällige Future-Kontrakt an der ICE in New York diese Woche wesentlich schwächer eröffnet. Von über 76 US-Cent am Donnerstag sei er am Montagabend auf zwischenzeitlich 71,17 US-Cent gefallen. Der Preisverfall lasse sich vor allem auf die erwartete Rekordernte in Australien zurückführen. Dank großer Wasservorräte werde die diesjährige Ernte mit voraussichtlich 4,95 Millionen Ballen sogar den Spitzenwert aus dem Vorjahr (4,5 Mio.) übertreffen.
Die stärkste Dürre im Mittleren Westen der USA seit 50 Jahren halte die Maispreise weiterhin auf hohem Niveau. Auch wenn das Hoch bei 8,49 US-Dollar je Scheffel vom vergangenen Donnerstag nicht habe gehalten werden können - aktuell notiere der nächstfällige Future-Kontrakt an der CBOT bei ca. 8 US-Dollar - würden sich verstärkt Experten zu Wort melden, die eine Beendigung des US-amerikanischen Biokraftstoffprogramms fordern würden. Die dort verwendeten 40 Prozent der Maisernte würden für die Nahrungsmittelindustrie benötigt, um die Lebensmittelpreise niedrig zu halten. (Ausgabe 33 vom 15.08.2012) (16.08.2012/ac/a/m)