Ungünstige Wetterbedingungen und Short-Eindeckungen lassen Weizenpreis kräftig steigen
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Notierungen für Weizen in Chicago sind seit Mitte letzter Woche um einen USD gestiegen und notieren am Morgen erstmals seit acht Monaten über der Marke von 700 US-Cents je Scheffel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Market.
Aus fundamentaler Sicht dürften dafür vor allem die bedenklichen Wettermeldungen aus wichtigen Anbaugebieten in den US-Plains und dem Mittleren Westen verantwortlich sein. Lange hätten die Bedingungen für die Entwicklung des Winterweizens als sehr gut gegolten. Inzwischen allerdings würden die Hitze und trockenen Winde den Pflanzen zu schaffen machen, was die heute zur Veröffentlichung anstehenden USDA-Einschätzungen zum Entwicklungsfortschritt wohl einmal mehr verdeutlichen würden. Hinzu komme, dass es in den südlichen Teilen Russlands zu trocken sei und Wetterprognosen auch für die nächste Zeit keine Entspannung erwarten lassen würden. Anpassungen der Ernteprognosen nach unten würden bereits angekündigt.
Wenig hilfreich sei außerdem, dass es in Australien trockenheitsbedingt zu Verzögerungen bei der Weizenaussaat komme. Begünstigt werden dürfte die Preisbewegung nach oben dadurch, dass die spekulativen Anleger ihre auf fallende Preise setzenden Positionen in der Woche zum 15. Mai nochmals ausgebaut hätten. Diese hätten mit über 55.000 Kontrakten ein Niveau wie zuletzt im Juni 2010 erreicht. Es sei wahrscheinlich, dass es angesichts der Nachrichtenlage zu einer Eindeckung von Short-Positionen gekommen sei, welche die Preise nach oben getrieben habe. (21.05.2012/ac/a/m)
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