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Ivan Boesky - Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat. Seine Popularität geht vor allem auf Oliver Stones Film „Wall Street“ (1987) zurück. Mit der Hauptfigur Gordon Gekko (Darsteller: Michael Douglas) ist dem Arbitragehändler sozusagen ein filmisches Denkmal gesetzt worden.

Profit durch Unternehmensplünderung
Der US-Amerikaner Ivan Frederick Boesky, Jahrgang 1937, besaß 1986 ein Vermögen von rund 200 Millionen US-Dollar. Diesen Reichtum hat er sich als Corporate Raider erworben. So ein „Unternehmensplünderer“ kauft unterbewertete Aktienpakete auf, veräußert die Unternehmen in Teilen wieder und erwirtschaftet daraus seinen Profit.

Zu Fall kommt Boesky, als ihm im Mai 1986 durch die Aussagen eines Investmentbankers illegale Insidergeschäfte nachgewiesen werden können. Die Ermittler gingen dabei auch davon aus, dass sich der millionenschwere Investmentbetrüger mit krimineller Energie das entsprechende Wissen erworben hat. Noch im selben Jahr ist Boesky daher wegen verbotener Insidergeschäfte zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC sperrte ihn lebenslänglich für das Aktienbusiness und er verbüßte bis zu seiner Entlassung 1990 zwei der drei Jahre in einer US-Strafanstalt.

„Wenn Du einen Freund brauchst, kauf Dir einen Hund“
Möglicherweise wäre die Strafe noch höher ausgefallen, wenn sich Boesky der Börsenaufsicht nicht als Informant zur Verfügung gestellt hätte. Der Verratene wurde zum Verräter: Aufgrund seiner Aussagen kann wenig später Michael Milken als Mitglied des Insidertrading-Netzwerks dingfest gemacht werden.

Das Zitat aus dem Film: „Wenn du einen Freund brauchst, kauf dir einen Hund”, stammt zwar wahrscheinlich nicht so aus dem Munde Boeskys. Doch der Spruch ist eines der bekanntesten Versatzstücke aus „Wall Street“ und bringt die Philosophie dieses Mannes offensichtlich auf den Punkt.

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