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Kweku Mawuli Adoboli - 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben. Dabei soll Adoboli betrügerische Zockereien auf Index-Futures des DAX, Euro Stoxx sowie S&P 500 vollzogen und stets Risikolimits überschritten haben.

Am 15. September 2011 wurde er in London verhaftet und einen Tag später wegen Betrugs und Bilanzfälschung angeklagt. Am 08. Juni entschied ein Gericht, dass Adoboli unter Auflagen auf Kaution auf freien Fuß kommt. Der ehemalige Mitarbeiter der Schweizer Großbank hat bereits auf nicht schuldig plädiert – wird er dennoch verurteilt, drohen ihm wegen seiner unerlaubten Spekulationen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Adoboli habe in der Spitze sogar einen Verlust von knapp zwölf Milliarden US-Dollar riskiert und damit - drei Jahre nach dem Lehman-Crash - die Existenz der Bank aufs Spiel gesetzt. Rating-Agenturen haben aufgrund der mangelhaften Kontroll-Mechanismen bereits gedroht, die Kreditwürdigkeit der UBS herabzustufen. Die Schweizer Großbank will nun ihre internen Kontrollsysteme überarbeiten, damit solche Aktivitäten in Zukunft nicht mehr unentdeckt bleiben.

Bei diesem Fall drängen sich Parallelen zu Jérôme Kerviel auf. Auch der französische Trader zockte mit Delta-1-Produkten - einem eigentlich eher konservativen Bereich des Investment-Bankings - und war ebenfalls 31 Jahre alt, als er 2008 den größten Einzelverlust aller Zeiten verursachte. Seitdem schuldet Adoboli seinem früheren Arbeitgeber Société Générale die Rekordsumme in Höhe von 4,9 Milliarden Euro.

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