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Charles Dow - Der „Vater“der Technischen Analyse

Charles Henry Dow leitete an der Wende zum 20. Jahrhundert eine neue Ära in der Geschichte der Finanzmärkte ein. Damit begann das Zeitalter der Moderne an der Börse. Dow kreierte den ersten Aktienindex der Welt und systematisierte damit das Börsengeschehen, entwickelte Theorien zur Gesetzmäßigkeit von Kursentwicklungen und veröffentlichte diese. Dazu gab der Index-Pionier die erste Börsenzeitung der Welt heraus, das spätere „Wall Street Journal“. Mit diesen Leistungen wurden Meilensteine gesetzt, deren Spuren bis in die Gegenwart reichen.

Charles Dow – die frühen Jahre

Charles Henry Dow wurde am 6. November 1851 in Sterling, im US-Bundesstaat Connecticut, als Sohn eines Farmers geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters verließ Dow das Elternhaus in jungen Jahren und begann nach verschiedenen beruflichen Orientierungsversuchen im Alter von 21 Jahren für den „Daily Republican“ in Springfield als Journalist zu arbeiten. 1877 folgte der Wechsel zu einer Zeitschrift namens „Journal“, die den ersten Kontakt mit dem Finanzjournalismus bedeutete. Die Faszination dieser Materie veranlasste den jungen Reporter, 1880 nach New York zum Börseninformationsdienst „Kiernan News Agency“ zu wechseln. Diese Agentur erstellte handgeschriebene Nachrichten hauptsächlich aus dem Finanzbereich, die über Botenjungen an Banken und Maklerbüros verteilt wurden. 1881 heiratete Charles Dow Lucy M. Russel, mit der er eine Stieftochter hatte.

Charles Dow, Jones & Company

Im Jahr 1882 gründete Charles Henry Dow mit dem Kollegen Edward Davis Jones eine eigene Informationsagentur, die unter dem Namen „Dow, Jones & Company“ firmierte. Nach kurzer Zeit wurde der bekannte Journalist Charles Milford Bergstresser als dritter Partner in das Unternehmen aufgenommen. Die drei Redakteure spezialisierten sich auf neutrale Börsenberichte und verlegten deshalb die Büros in einen Keller an der Wall Street Nummer 15, in direkter Nachbarschaft zur New Yorker Börse. Während den Handelszeiten wurden aktuelle Nachrichten zusammengestellt, mittels Kohlepapier vervielfältigt und anschließend durch Boten verteilt. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrere Male am Tag. Bei den Frühausgaben wurden gelegentlich auch Meldungen der Londoner Börse hinzugefügt.

Ab 1883 veröffentlichte Dow, Jones & Co gedruckte Tageszusammenfassungen unter dem Titel „Customer´s Afternoon Letter“. Die Nachfrage stieg gewaltig an und so entwickelte sich daraus zunächst ein Journal doppelten Umfangs und letztlich eine Zeitung. Am 8. Juli 1889 erschien die erste Ausgabe des „Wall Street Journal“ zu einem Preis von zwei Pence je Exemplar beziehungsweise fünf Dollar für das Jahresabonnement. Die Company ließ eigene Telefonleitungen in die großen Städte legen und verfügte über eine Telegrafenverbindung zur Börse in Chicago. Das „Wall Street Journal“ zählt heute mit einer Auflage von 1,8 Millionen Exemplaren zu den bedeutendsten Nachrichtenblättern der USA.

Edward Jones, einer der Gründungspartner, ging 1899 in den Ruhestand, während Dow und Bergstresser 1902 ihre Anteile am Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen an Clarence Barron, einen Korrespondenten in Boston, verkauften. Charles Henry Dow starb nur wenige Monate später am 4. Dezember 1902 in New York. Er hinterließ der Welt die wichtigsten Grundlagen des modernen Börsenjournalismus und die nach ihm und seinem Compagnon benannten bedeutendsten Börsenindizes der Finanzwelt. Vor allem aber durch die Erkenntnisse über Kursbewegungen von Aktien und Indizes ging Charles Dow als Vater der Technischen Analyse in die Geschichte ein. 



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