Dax 11585.0 -0.10%
MDax 22613.0 -0.19%
TecDax 1835.25 -0.38%
BCDI 136.84 0.00%
Dow Jones 19732.4 -0.37%
Nasdaq 5051.84 -0.08%
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Tenderverfahren

Englisch: Tender Issue
Das Tender- oder Ausschreibungsverfahren ist eine Methode, bei der Wertpapiere ­ in der Regel Anleihen ­ über Gebote emittiert (Emission) werden: Der Anbieter sammelt die eingehenden unterschiedlichen Gebote und teilt auf deren Grundlage zu. Bei der Zuteilung haben die Bieter mit den höchsten Geboten Vorrang. Es können unterschiedliche Zuteilungsmethoden angewendet werden. Die Europäische Zentralbank stellt über solche Tenderverfahren den Kreditinstituten Liquidität zur Verfügung (Offenmarktgeschäft, Refinanzierung).
Zu unterscheiden sind Zinstender und Mengentender.

Beim Zinstender bieten die Kreditinstitute Betrag und Zinssatz, zu denen sie mit dem Eurosystem Geschäfte tätigen wollen. Die Zuteilung erfolgt entweder zu einem einheitlichen Satz ("holländisches" Verfahren) oder zu den individuellen Bietungssätzen ("amerikanisches" Verfahren). Dabei werden Gebote, die über dem niedrigsten noch zum Zuge kommenden Satz liegen, voll zugeteilt, während die Gebote zu diesem Satz gegebenenfalls repartiert werden.

Beim Mengentender legt die Zentralbank den Zinssatz im voraus fest und die teilnehmenden Geschäftspartner bieten den Geldbetrag, für den sie zum vorgegebenen Zinssatz abschließen wollen. Sind die Bietungen der Banken höher als die von der Notenbank angestrebte Zuteilungsmenge, werden die individuellen Gebote nur entsprechend einer bestimmten Quote zugeteilt.