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Das Jahr der Megapleiten (2009)

General Motors, Arcandor, Märklin, Schiesser, Woolworth, Karmann, Rosenthal, Escada DSB-Bank und Chrysler. Das sind nur einige Beispiele von Firmen, die im Jahr 2009 - dem Jahr der Megapleiten - Insolvenz anmelden mussten. Die Firmenpleiten in Deutschland steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, insgesamt traf die Finanz- und Wirtschaftskrise 33.700 deutsche Firmen mit voller Wucht.

 

International erregte General Motors am meisten Aufsehen, denn weltweit 243.000 Mitarbeiter waren von der größten Insolvenz in der US-Geschichte betroffen. 101 Jahre nach der Firmengründung meldete der damals weltgrößte Automobilhersteller am 1. Juni 2009 Insolvenz an. Erst nach einem radikalen Sanierungsplan und dank Teil-Verstaatlichung (Anteil USA: 60 Prozent, Kanada: 12 Prozent) konnte General Motors in letzter Minute gerettet werden. Dennoch verloren 50.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

 

Größte Pleite hierzulande - und eine der größten in der deutschen Nachkriegsgeschichte - war die Insolvenz des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, die am 9. Juni 2009 beantragt wurde. Insgesamt gerieten 15 Tochtergesellschaften in den Sog des insolventen Handelsriesen, darunter traditionsreiche Firmen wie Quelle, Karstadt und Hertie. Betroffen waren rund 52.000 Mitarbeiter. Während die profitable Touristiksparte Thomas Cook verkauft werden konnte, befinden sich die Handels-Töchter in der Zerschlagung.

 

Aufgrund der vielen Großinsolvenzen stiegen Forderungsausfälle in Deutschland auf den Rekordwert von 58 Milliarden Euro (+162 Prozent im Vorjahres-Vergleich). Dabei stammten die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen aus Bremen (146 Insolvenzen pro 10.000 Firmen), gefolgt von Sachsen-Anhalt (130), während in Bayern nur 72 aus 10.000 Unternehmen Insolvenz anmelden mussten. Besonders hart traf es in diesem Jahr vor allem traditionsreiche Betriebe, denn 58 Prozent aller Pleiten gingen von Unternehmen aus, die bereits zehn Jahre und länger am Markt waren.



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