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Die Japan-Krise (1990)

Im Jahr 1990 brach die "Japan AG" zusammen. Der Nikkei verlor binnen Jahresfrist ?ber 40 Prozent und st?rzten das Land in eine der schlimmsten Krisen, von denen sich das Reich der aufgehenden Sonne bis heute nicht erholen konnte.

Nikkei im Jahresverlauf 1990

In den Jahrzehnten vor dem Crash war Japan zu einer der f?hrenden Wirtschaftsm?chte der Erde aufgestiegen. Wie Deutschland erlebte auch Japan nach dem Krieg einen massiven Wirtschaftsaufschwung, der sich erst Mitte der Sechziger Jahre verlangsamte. Verschiedene Einflussgr??en hatten aber insbesondere ab den Sechziger Jahren die Integration Japans in die Weltwirtschaft und damit einen massiven Wandel im Land ausgel?st. Ab dieser Zeit war Japan wieder zum kontinuierlichen Wachstum der Vorkriegszeit zur?ckgekehrt, das nur durch eine Serie von externen Krisen wie z.B. die Aufl?sung des System fester Wechselkurse von Bretton Woods (1971- 1973) oder der ?lkrise (1973/ 74) unterbrochen wurde. Durch die drastischen Wertzuw?chse des Yen in den Jahren 1975 -78 und 1985- 89 sowie die Deregulierung des Au?enhandels und der Finanzm?rkte, beschleunigte den Aufschwung Japans wieder und f?rderte so die zunehmende Verflechtung der japanischen Wirtschaft in der Weltwirtschaft.

In den Achtziger Jahren galt Japan dann zeitweise durch seine Dynamik und Innovationsf?higkeit als "Motor" der weltwirtschaftlichen Konjunktur. Das Land hatte seinen industriellen Schwerpunkt in den vorangangenen Jahren von der Chemie- und Schwerindustrie auf die Hightech- und Elektroindustrie verschoben, die zusammen etwa zwei Drittel des j?hrlichen Gesamtexport Japans produzierten. Aber auch im Automobil- und Schiffsbau konnten die Japaner deutliche Exporterfolge erzielen. St?ndig wurde die Produktivit?t vor allem durch technische Innovationen gesteigert. Als Ausl?ser des Booms wird vielfach die Zinspolitik der Bank of Japan aufgef?hrt. Seit 1982 waren die Leitzinsen in Japan stetig gefallen. der Diskontsatz fiel von 5,5 Prozent im Jahr 1982 bis auf 2,5 Prozent in 1987. Auf diesem Niveau verharrte der Leitzins dann bis 1989. Durch die hohen staatlichen Investitionsausgaben und die massive Senkung der Leitzinsen war Kapital damit zu extrem niedrigen Zinsen am Finanzmarkt zu bekommen. Dadurch wurde der Aufschwung in der Wirtschaft des Landes, insbesondere in der Exportindustrie, verst?rkt. Gleichzeitig forcierten die geldpolitischen Ma?nahmen auch den Preisanstieg am Aktien- und Immobilienmarkt.

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