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Katastrophe in Japan (2011)

Am 12. März 2011 wurde Japan von der schlimmsten Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg heimgesucht. Dabei verloren 28.000 Menschen ihr Leben, die Börsen weltweit stürzten ab und Kosten für den Wiederaufbau wurden auf über 300 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Chronologie der Ereignisse:

 

Um 06:45 Uhr (MEZ) erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,0 die Japanische Region 370 km nordöstlich von Tokyo. Dabei wurde eine unvergleichbare - bis zu 38 Meter hohe - Tsunami-Flutwelle ausgelöst, die Städte und Dörfer entlang eines Hunderte Kilometer langen Küstenstreifens verwüstete und mehrere schwere Reaktorunfälle auslöste. Nachdem Japanische Medien von ersten Störfällen in Atom-Kraftwerken berichten, ließ die Regierung nahegelegene Dörfer evakuieren und hat den atomaren Notstand ausgerufen. Bereits wenige Tage später ist es zu mehreren Explosionen in den Atomkraftwerken gekommen und damit hoch radioaktive Strahlung ausgetreten.

 

Während sich die Lage in dem havariertem Atomkraftwerk dramatisch zugespitzt hat und täglich Ängste über eine mögliche Kernschmelze wuchsen, stürzten Aktienmärkte weltweit in den Keller. Dabei brach der Japanische Nikkei im Top um 14 Prozent ein und der DAX gab um 5 Prozent nach. Damit lösten diese Panikverkäufe die größten Kursverluste seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor zweieinhalb Jahren aus. Aktien von Tokyo Electric Power (Tepco), dem Betreiber der betroffenen Atomanlagen in Fukushima, wurden wegen zahlreichen Verkaufsaufträgen vom Handel ausgesetzt – dennoch brach das Papier von Tepco um 80 Prozent ein. Besonders hart getroffen wurden auch Elektronik-Hersteller, die ihre Produktion zum Teil drastisch herunterfahren mussten. So verbuchten sowohl Sony, Toshiba wie auch Hitachi jeweils ein zweistelliges Minus.




Indes versuchte die japanische Notenbank, Finanzmärkte mit Hilfe von drastischen Notmaßnahmen zu beruhigen. Um Spekulationen vorzubeugen, dass Banken und Versicherungen nach dem schweren Erdbeben in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten können, wurde eine Rekordsumme von 40 Billionen Yen (ca. 350 Milliarden Euro) in die Geldmärkte gepumpt. Zusätzlich wurde eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, um die geschwächte Konjunktur anzukurbeln. Zum Glück blieb Japan vom Super-GAU verschont, dennoch war das Ausmaß der Zerstörung gigantisch: Alleine der Wiederaufbau wird mindestens zehn Jahre dauern.




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