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Dax8.116,50-1,37%Dow Jones15.112,19-1,35%EUR-USD1,3280-0,90%
MDax14.027,00-0,76%Nasdaq2.959,50-1,22%Rohöl (WTI)98,23-0,45%
TecDax955,25-0,39%EuroStoxx2.683,98-0,63%Gold1.350,90-1,25%

Derivate Risiko-Matrix



Die Risiko-Map gibt eine Orientierung im Derivate-Dschungel und ermöglicht eine Filterung nach relevanten Anlagekriterien. Dabei unterteilt die horizontale Achse die Finanzmarktinstrumente nach kurz-, mittel- und langfristiger Ausrichtung. Auf der vertikalen Achse wird hinsichtlich der Anlagestrategie unterschieden, von sehr sicher (Kapitalgarantie) über konservativ, neutral bis hin zu spekulativ. Die Schnittmenge zeigt die je nach gewählten Anlagebedürfnissen besten Derivate.

Spekulativ - kurzfristig


Outperformance-Zertifikate

Der Begriff Outperformance-Zertifikat beschreibt derivative Finanzmarktprodukte, die von steigenden Kursen des Basiswertes überdurchschnittlich profitieren, während Kursrückgänge lediglich "einfach" zählen. Dies unterscheidet Outperformance-Zertifikate gegenüber klassischen Long-Knock-Out-Produkten bzw. Call-Scheinen, bei denen der Hebelfaktor in beide Richtungen wirkt. Das bedeutet:

Outperformance-Zertifikate bieten nach oben hin einen Hebel. Ausgedrückt wird dieser durch die sogenannte Partizipationsrate, die durch Multiplikation des Differenzbetrag von Anfangskurs und Kurs am Laufzeitende den Zertifikate-Ertrag ergibt. Der Kurs des Basiswertes am Laufzeitende zählt, wenn die Notierung sich unterhalb des Niveaus bei Emission des Zertifikats befindet. Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Zertifikate notwendig sind, um eine Einheit des Basiswertes zu erwerben. So bedeutet ein Bezugsverhältnis von 1:1, dass 1 Zertifikat zum Kauf einer Einheit des Basiswertes berechtigt. Zur Funktionsweise:

Ein Basiswert kostet 100 Euro und ein entsprechendes Outperformance-Zertifikat kostet ebenfalls 100 Euro. Der Hebel beträgt 2. Steigt die Aktie bis zum Laufzeitende beispielsweise auf 130 Euro, ergibt sich für den Anleger ein Gewinn in Höhe von 60 Euro ((130-100) x 2). Fällt der Basiswert mit 70 Euro hingegen unterhalb das Ausgangsniveau von 100 Euro, zählt lediglich die einfache Kursveränderung und der Verlust beträgt in diesem Fall 20 Euro (100-80 Euro).

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Knock-Out-Scheine

Knock-Out-Produkte, die zur Gruppe der Hebelzertifikate gehören, sind derivative Finanzmarktprodukte, die eine Partizipation an steigenden und fallenden Kursen ermöglichen. Die Bewegungen des Basiswertes werden dabei nahezu exakt wiedergegeben. Da die Zertifikate grundsätzlich günstiger sind als die Basiswerte selbst, haben Derivate eine Hebelwirkung.

Ein Knock-Out, der von steigenden Notierungen profitiert, wird als "Call", "Long", "Bull", oder "Turbo" bezeichnet. Produkte, die bei fallenden Notierungen zulegen, werden auch als "Put", "Bear" oder "Short" bezeichnet.

Der Zertifikatepreis ergibt sich, unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses, lediglich aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Basispreis des Knock-Out. Das Bezugsverhältnis bestimmt, wie viele Knock-Outs notwendig sind, um eine Einheit des Basiswertes zu erwerben. So bedeutet ein Bezugsverhältnis von 1:100, dass 100 Knock-Outs zum Kauf einer Einheit des Basiswertes berechtigen. Den spekulativen Charakter erhält das Hebelzertifikat neben den Hebel durch die Knock-Out-Grenze. Wird diese Barriere bei einem Long-Zertifikat unterschritten beziehungsweise bei einem Short-Zertifikat überschritten, verfällt das Derivat wertlos. Zur Funktionsweise:

Ein Basiswert notiert aktuell bei 100 Euro. Zu diesem gibt es ein Long-Hebelzertifikat, das bei einem Basispreis von 80 Euro sowie einem Bezugsverhältnis von 1:1 bei 20 Euro notiert. Steigt der Basiswert nun auf 130 Euro (+30%), erzielt das Zertifikat 150% Gewinn (130-80=50). Umgekehrt kommt es zum Totalverlust, wenn der Basiswert auf 80 Euro fällt (80-80=0). Diese wesentlich stärkere Kursbewegung eines Knock-Outs gegenüber dem Basiswert wird als Hebelwirkung bezeichnet.

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Optionsscheine

Ein Optionsschein ist eine verbriefte, an der Börse handelbare Option.

Für den Optionsscheininhaber besteht das Recht, nicht aber die Verpflichtung, einen Basiswert (Aktie, Rohstoff etc.) zum Basispreis, in einem bestimmten Bezugsverhältnis und innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu kaufen oder zu verkaufen.

Ein Optionsschein mit "Kauf-Recht" wird als Call-Optionsschein bezeichnet und profitiert von steigenden Kursen des Basiswertes. Das "Verkaufs-Recht" wird Put-Optionsschein genannt und gewinnt bei fallenden Notierungen des Basiswertes.

Der Basispreis ist der Kurs, zu dem der Basiswert ge- bzw. verkauft werden kann. Das Bezugsverhältnis bestimmt, wie viele Optionsscheine notwendig sind, um eine Einheit des Basiswertes zu erwerben. So bedeutet ein Bezugsverhältnis von 1:100, dass 100 Optionsscheine zum Kauf einer Einheit des Basiswertes berechtigen. Dabei können Optionsscheine europäischer Art nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden, Scheine amerikanischer Art jederzeit innerhalb der Laufzeit. Zur Funktionsweise:

Ein Basiswert notiert aktuell bei 100 Euro. Zu diesem gibt es einen Call-Optionsschein, der 25 Euro kostet. Dieser berechtigt dazu, den Basiswert zu 80 Euro (Basispreis) innerhalb einer bestimmten Frist und im Verhältnis 1:1 (Bezugsverhältnis) zu erwerben. Steigt der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit auf 130 Euro (+30%), erzielt der Optionsschein 100% Gewinn (130-80=50). Umgekehrt kommt es zum Totalverlust, wenn der Basiswert auf 80 Euro fällt (80-80=0). Diese wesentlich stärkere Kursbewegung eines Optionsscheines gegenüber dem Basiswert wird als Hebelwirkung bezeichnet.

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