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11:15 16.08.09

,,Fabelhafte Wertpapiere": Hohe Rendite bei hohem Risiko

Auf der Suche nach ertragreichen Anlagemöglichkeiten erleben derzeit Unternehmensanleihen und hierauf bezogene Zertifikate eine ,,Renaissance". Zu diesen Zertifikaten zählen auch ,,Cobold-Anleihen", d.h. Corporate Bond Linked Debt-Anleihen, manchmal auch ,,Colibri-" oder ,,Synthia-Anleihen" genannt. Dabei handelt es sich um strukturierte Finanzprodukte, die sich gleichzeitig auf die Anleihen mehrerer Schuldner beziehen.

Solange diese zugrundeliegenden Anleihen normal verzinst und getilgt werden, funktioniert der ,,Cobold" wie eine normale Anleihe auch. Die Verzinsung liegt aber i.d.R. über dem Marktniveau. Dies hat allerdings seinen Preis: Zu den Basiswerten können Anleihen zählen, deren Rating oder Bonität nicht erstklassig ist. Tritt ein außergewöhnliches Ereignis ein, z.B. die Restrukturierung oder gar Insolvenz des Emittenten einer der Anleihen oder wird die Tilgung eines solchen Wertes ausgesetzt, so kann der Emittent der Cobold-Anleihe seinerseits zu Tilgungsabschlägen berechtigt sein. Der Cobold wird dann z.B. durch einen unterhalb der Nominaltilgung liegenden Barausgleich oder durch physische Lieferung des ,,ausgefallenen" Basiswertes getilgt.

Das Deutsche Aktieninstitut rät daher zur Vorsicht. Wer die hohe Verzinsung von Cobold-Anleihen ver-einnahmen möchte, sollte sich vorab umfassend über die genaue Funktionsweise, die zugrundeliegenden Basiswerte und das Risiko einer solchen Anlage informieren. Außerdem sollte - wie in alle Anlageformen - nur ein Teil des zur Verfügung stehenden Gesamtanlagebetrages als Beimischung in ein solches Produkt investiert werden, um das Risiko böser Überraschungen durch ,,Hausgeister" tunlichst zu vermeiden.

Ihr Ansprechpartner:Jan Bremer / Tel. 069 / 929 15-36 / E-Mail bremer@dai.de

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