Dax 11166.5 -0.33%
MDax 21736.0 0.06%
TecDax 1757.0 0.03%
BCDI 133.37 0.00%
Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
EuroStoxx 3214.5 0.08%
Bund-Future 161.54 0.08%

Dax-Trading

Dax-Trading Grundlagen
Dax-Trading

Erklärung DAX, MDAX und TecDAX

Mit der Berechnung und Konzeption von über 3.000 Indizes gehört die Deutsche Börse AG zu den weltweit führenden Indexanbietern. Im Gegensatz zu einem Index für Lebenshaltungskosten (bspw. Verbraucherpreisindex), mit dem die Preisentwicklung eines genau definierten Warenkorbs für das tägliche Leben gemessen wird, misst ein Aktienindex die Kursveränderung eines Korbes von Aktien. Aktienindizes repräsentieren somit die Entwicklung eines ganz genau definierten Teils des Aktienmarktes. Die wichtigsten Indizes DAX, MDAX sowie TecDAX sind dabei so aufgebaut, dass sie sich optimal als Basiswerte für Derivate eignen und zugleich ein umfassendes Spiegelbild des deutschen Aktienmarktes wiedergeben.



DAX - Crème de la Crème der deutschen Aktien

 

Der DAX umfasst die Aktienkurse der größten und umsatzstärksten Unternehmen (der sog. „Blue Chips“) an der Deutsche Börse in Frankfurt. Dabei repräsentieren die 30 im DAX enthaltenen Titel rund 80% des in Deutschland zugelassenen Börsenkapitals, weshalb der DAX auch als „deutscher Leitindex“ betrachtet wird. Am 01. Juli 1988 ins Leben gerufen und für den 31. Dezember 1987 rückwirkend auf 1.000 Indexpunkte normiert, sind im DAX neben der Automobilbranche alle wichtigen Sektoren der deutsche Wirtschaft wie Bau, Banken, Technologie und Versorger vertreten. Gleich von Beginn an sollte der DAX aber auch eine weitere Funktion erfüllen und als Basis für innovative Finanzprodukte Investoren eine schnelle und transparente Möglichkeit eröffnen, Investitionen am deutschen Aktienmarkt durchzuführen. Im Augenblick finden private Anleger alleine an der Zertifikate-Börse EUWAX in Stuttgart über 20.000 Derivate auf den deutschen Leitindex, während institutionelle Anleger auf DAX-Futures und die DAX-Optionen an der europäischen Terminbörse EUREX zurückgreifen können.

 



MDAX- Die zweite Reihe im Fokus

 

Ähnlich wie beim Fußball, stellt der MDAX als Nebenwerte-Barometer die zweite Liga deutscher Aktien dar. Die 50 überwiegend in Deutschland tätigen Unternehmen – welche nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz direkt auf die 30 DAX-Werte folgen – spiegeln damit die Kursentwicklung von vorwiegend aus klassischen Branchen (Mid Caps) kommenden Aktiengesellschaften wider. Wie zum Bundesliga-Saisonende, können mit der Erfüllung bestimmter Kriterien Aktien aus dem MDAX an festgelegten Terminen in den DAX aufsteigen. Genauso besteht die Möglichkeit, dass neue Werte aufgrund der 60/60-Regel (Rangliste der größten 60 Titel unterhalb des DAX) in den Index aufgenommen werden und damit bereits etablierte Aktiengesellschaften, die einen Rückgang ihrer Marktkapitalisierung zu verzeichnen haben, verdrängen. Überzeugen kann der MDAX vor allem durch die Performance-Kennzahlen. Denn Anfang 2007 überschritt das Nebenwerte-Barometer als erster der 3000 Indizes die Marke von 10.000 Punkten und im Jahr 2015 das erste Mal die 20.000 Punkte.

 



TecDAX – Der Technologie-Spezialist

 

Im März 2003 als Nachfolger für den NEMAX 50 – der da gerade mit dem Platzen der Dotcom-Blase Schlagzeilen machte – ins Leben gerufen, sind im TecDAX die 30 größten deutschen Technologiewerte vertreten. Durch die sog. 35/35-Regel wird zweimal jährlich jeweils zum März und September die Zusammensetzung  des Index überprüft. Aufgrund einer quartalsweisen Rangliste – nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz – wird dann entschieden, welche Werte aus dem Index herausfallen oder eventuell neu aufgenommen werden. Den höchsten Stand markierte der TecDAX zu Hochzeiten des Internet-Hype Anfang 2000 bei 9.694 Punkten (damals noch als NEMAX 50) um in den anschließenden beiden Jahren auf einen Wert von nur noch 306 Zählern abzustürzen. Wie nach der Finanzkrise 2008/2009 folgte aber auch damals eine schnelle Erholungsphase, in der das Technologie-Barometer innerhalb weniger Monate um mehr als 100% nach oben kletterte. Die starken prozentualen Schwankungen sowie die hohe Anzahl handelbarer Derivate sorgen dabei zu einer nach wie vor großen Beliebtheit des führenden deutschen Technologie-Barometers.