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m-u-t

Typ: Aktie
WKN: A0MSN1 / ISIN: DE000A0MSN11
Branche: Maschinenbau, Verkehr, Logistik
Sektor: Optische Geräte/Meßtechnik
Land: Deutschland

17:00 08.06.10

M-U-T AG MESSGER.INH.O.N. "buy"

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank AG, stuft die m.u.t.-Aktie (ISIN DE000A0MSN11/ WKN A0MSN1) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.Das Wedeler Technologieunternehmen m.u.t. habe mit sehr positiven Zahlen für das erste Quartal 2010 überrascht. Nach der Enttäuschung im vergangenen Geschäftjahr mit hohen Sonderabschreibungen profitiere m.u.t. von der Konjunkturerholung mit höheren Umsätzen bei einer deutlich verbesserten Kostenstruktur. Dass es sich dabei nicht nur um einen einmaligen Effekt handle, untermauere der sich auf Rekordhöhe befindliche Auftragsbestand. Ein zweistelliges Umsatzwachstum sei sowohl bei der m.u.t.-Muttergesellschaft als auch bei den beiden Töchtern TEC5 und Avantes zu verzeichnen gewesen. Impulse seien insbesondere von der US-Halbleiterindustrie und der internationalen Gesundheitswirtschaft gekommen.Die Gesamtleistung sei von 6,10 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 7,37 Mio. EUR gestiegen. Auf den Umsatz würden davon 7,33 Mio. EUR (Vorjahr 5,88 Mio. EUR) und lediglich 0,04 Mio. EUR (0,22 Mio. EUR) auf Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen entfallen.Die Restrukturierungsanstrengungen des Managements würden auf der Kostenseite deutliche Früchte tragen. So habe sich das EBITDA nahezu von 0,50 auf 0,96 Mio. EUR verdoppelt. Das EBIT sei von 0,36 auf 0,79 Mio. EUR geklettert, was einer EBIT-Marge von 11% entspreche. Im Vorjahr habe die Marge noch 6% betragen. Das EBT habe von 0,19 auf 0,75 Mio. EUR zugelegt. Fortschritte habe auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit einem Anstieg von -0,34 auf +0,16 Mio. EUR gemacht. Von Rekord zu Rekord eile der Auftragsbestand. Er habe per 31.03. einen Stand von 18,5 Mio. EUR und per 31.05. sogar einen von über 24 Mio. EUR erreicht.Die dominierende Sparte Spektroskopie/Sensorik habe dank des stark anziehenden Nordamerikageschäfts ein Umsatzplus von 38,1% erzielen können. Erfolgreich entwickle sich der Absatz von Messgeräten zur Echtzeitanalyse von organischen Stoffen. So habe zuletzt E.ON die Ausrüstung einer Pilotanlage zur Erzeugung von Biogas in Auftrag gegeben. Abrufaufträge mit einem Volumen von rund 3 Mio. EUR habe der Weltmarktführer für Zugsanitärsysteme erteilt. Im Geschäft mit diesem langjährigen Partner gehe es um Sensorik und Elektronik für Sanitärsysteme sowie neuerdings auch um Schalttafeln.Weniger erfolgreich sei der Geschäftsbereich Laborautomation/Medizintechnik gewesen, der einen Rückgang von 8,5% habe hinnehmen müssen. Ursache dafür sei ein außergewöhnlich starkes Vorjahresquartal gewesen. Darüber hinaus habe m.u.t. mit einer Vertriebsoffensive für Vorzieheffekte im vierten Quartal 2009 gesorgt. Insgesamt sei das Management jedoch mit dem Umsatz des Geschäftsbereiches zufrieden.Hervorgehoben worden sei die Erschließung der Märkte Spanien, Saudi-Arabien und Türkei mit dem Verkauf erster Geräte der Laborautomation. Das Auftragsvolumen in diesen Ländern betrage ca. 0,44 Mio. EUR. Darüber hinaus habe sich auch der US-Markt wieder belebt. Die Laborkunden hätten Geräte für 0,50 Mio. EUR bestellt. Weitere Erfolg versprechende Verhandlungen seien im Gange. Einer der wichtigsten Bestandskunden, der europäische Marktführer für flexible Endoskope, habe einen Auftrag mit mehrjähriger Laufzeit mit einem Volumen von rund 8,0 Mio. EUR platziert.Die noch wenig bedeutsame Sparte Brandfrüherkennung/Aviation habe auf niedrigem Niveau einen sehr deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Für das Gesamtjahr 2010 sehe der Vorstand die Möglichkeit, das Umsatzniveau von 2008 (26,5 Mio. EUR) zu übertreffen und wieder eine zweistellige EBIT-Marge zu erreichen.Um die erfreulichen Perspektiven zu untermauern, seien im Quartalsbericht die folgenden Projekte herausgestellt worden: Für einen führenden Produzenten von Farben sei ein portables Farbmessgerät hergestellt worden, über dessen Serienfertigung verhandelt werde. Im Bereich der Online-Messung chemometrischer Daten von Agrarrohstoffen in der landwirtschaftlichen Produktion sei eine Messzelle entwickelt und damit die Voruntersuchungen abgeschlossen worden. Partner sei ein Marktführer für Landwirtschaftsmaschinen. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Probenverschlussautomaten TUREC im Vorjahr wolle ein weiterer Kunde dieses Gerät in mehrfacher Ausfertigung in einer modifizierten Bauart beschaffen.Für das Kohlkraftwerk in Hamburg-Moorburg seien für die Überwachung des Kohlebunkers sechs Kameras des Brandfrüherkennungssystems ARTUS projektiert worden. Interesse an diesem System komme auch aus Finnland. Konkret gehe es hier um die Überwachung von Anlagen zur Haltung von Nutztieren. Der Auftrag zur Ausrüstung von zehn Hubschraubern mit Videotechnik werde voraussichtlich um die Lieferung von 20 Videodisplays erweitert.Nach dem schwachen Jahr 2009 komme der starke Umsatz- und Ergebniszuwachs im ersten Quartal 2010 in dieser Höhe überraschend. Der starke Anstieg des Auftragseingangs lasse erwarten, dass dieser positive Trend weiter anhalten werde. Gleichwohl hätten die Analysten ihre Prognosen nur vorsichtig angehoben und würden trotz der Erfolge auf der Kostenseite vorerst noch nicht damit rechnen, dass m.u.t. eine zweistellige EBIT-Marge erzielen könne.Die technologische Basis und das Know-how von m.u.t. seien das Fundament überdurchschnittlichen Wachstums. Insbesondere NIR-Messtechnik für Anwendungen in der Agrarindustrie würden die Analysten für aussichtsreich halten. Ungeachtet dessen müsse das Unternehmen in den nächsten Quartalen den Erfolg des Geschäftsmodells durch positive Cashflows nachweisen.In ihrer Bewertung hätten die Analysten die unerwartet positive Entwicklung des Umsatzes und die verbesserten konjunkturellen Aussichten berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der abnehmenden branchen- und unternehmensspezifischen Risiken hätten sie den Beta-Faktor von 1,8 auf 1,6 gesenkt. Der neue Fair Value je Aktie betrage 4,70 EUR.Die Analysten der HSH Nordbank AG belassen das Rating für die m.u.t.-Aktie auf "kaufen". Das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten würden sie von 4,10 auf 4,70 EUR erhöhen. Das Anlagerisiko würden sie unverändert als hoch einschätzen. (Analyse vom 08.06.2010) (08.06.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

Quelle: ac

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