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17:27 11.01.12

RWE St "hold"

Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" drängt sich bei der Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) ein Einstieg noch nicht auf.



Günther Oettinger, Energie-Kommissar der EU und ehemaliger Ministerpräsident des Bundeslandes Baden-Württemberg, habe im Rahmen eines Gesprächs mit der "Rheinischen Post" in markigen Worten eine Fusion zwischen den beiden Energie-Konzernen E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) und RWE angeregt. Gemessen an Exxon Mobil (ISIN US30231G1022/ WKN 852549), Chevron (ISIN US1667641005/ WKN 852552) und Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) bescheinige er den beiden deutschen Unternehmen Regionalliga-Niveau.



Werde er von der Idee getrieben, einen deutschen Energiekonzern mit Global-Player-Ambitionen zu installieren, oder treibe ihn die Sehnsucht eines ehemaligen Erstliga-Politikers an, wie in alten Zeiten die Schlagzeilen der Zeitungen zu bestimmen, nachdem er nun selbst nur noch in der zweiten Liga ein Rolle spiele?



Seltsam mute der Versuch an, E.ON und RWE an der Größe von Exxon, Chevron und Gazprom zu messen. Insbesondere im Fall der beiden Erstgenannten vergleiche Oettinger nach Meinung der Experten Äpfel mit Birnen. Beide Unternehmen würden auf einem völlig anderen Geschäftsmodell basieren und sich außerdem in einem weitaus weniger wettbewerbsintensiven Marktumfeld bewegen. Um die Bedeutung der beiden Unternehmen realistisch einschätzen zu können, biete sich eher ein Vergleich mit europäischen Konkurrenten wie Electricité de France (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A), ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) oder Iberdrola (ISIN ES0144580Y14/ WKN A0M46B) an. Hier werde klar, dass zumindest E.ON schon jetzt eine Marktstellung einnehme, die durchaus als signifikant bezeichnet werden dürfe.



Hier liege denn auch das zentrale Problem begraben, das den Vorschlag Oettingers endgültig zur Utopie werden lasse. Einer Fusion zwischen E.ON und RWE würden die Kartellbehörden wegen der Marktstellung der beiden Unternehmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Zustimmung erteilen. Fairerweise sei gesagt, dass sich Oettinger dieser Problematik selbstverständlich bewusst sei und in seinem Szenario damit rechne, dass die Vorbehalte der Wettbewerbshüter zerstreut werden könnten.



An der Börse habe das Gedankenspiel zumindest kurzfristig Anklang gefunden. Die Aktien von E.ON und RWE seien im vorbörslichen Handel deutlich im Plus gewesen. Zumindest im Fall von E.ON sei der Aufschlag aber schon wieder zusammengeschmolzen. Ausgehend von den jetzt anzutreffenden Rahmenbedingungen werde die Geschichte keine allzu lange Halbwertzeit haben. Sich Wertpapiere der beiden Versorger wegen dieses Interviews ins Depot zu legen, sei abwegig. Die Experten würden die Papiere jedoch für beobachtenswert halten. Sie würden erwarten, dass die Investoren diese im Laufe des Jahres wieder für sich entdecken würden.



Gegenwärtig drängt sich bei der RWE-Aktie ein Einstieg allerdings noch nicht auf, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 6 vom 10.01.2012) (11.01.2012/ac/a/d)




Quelle: ac

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