Detmold (www.aktiencheck.de) - Wie die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" berichten, sind sie bei der Total-Aktie (ISIN FR0000120271/ WKN 850727) bei 38,50 Euro ausgestoppt worden.
Die Experten würden sich fragen, ob dem Konzern eine ähnliche Katastrophe wie BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) drohe. Seit vier Tagen gebe es bei der Bohrinsel Elgin ein Gasleck und die Experten von Total würden bisher noch darüber beraten, wie das Problem in den Griff zu bekommen sei.
Im schlimmsten Fall könnte das austretende Gas rund um die geräumte Bohrinsel explodieren. Mittlerweile seien auch zwei benachbarte Plattformen, die von Shell betrieben würden, aufgrund der Explosionsgefahr geräumt worden. Die Experten von Total würden darauf hoffen, dass die Gaswolke vom Wind zerstreut werde. Auf der Wasseroberfläche habe sich zudem ein Ölfilm von über zehn Kilometer Länge und einem Kilometer Breite gebildet. Die Nachricht von dem Unglück in der Nordsee habe bei vielen Anlegern Erinnerungen an die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geweckt, die den Total-Wettbewerber BP bislang 32 Mrd. Dollar gekostet habe.
Während ein kurzer Produktionsstop mit 150 Mio. Dollar zu Buche schlagen würde, käme es im Fall einer Explosion der Bohrinsel voraussichtlich zu Schäden in Höhe von 10 Mrd. Dollar. Auf Grund der Umweltkatastrophe habe Total bis gestern fast 9 Mrd. Euro an Börsenwert verloren. Auch heute habe sich im frühen Handel die Talfahrt der Total-Aktie fortgesetzt, wenn auch mit gebremstem Tempo. Der Aufwärtstrend der Monate sei damit längst Makulatur.
Das Absicherungslimit der Experten bei 38,50 Euro habe gegriffen.
Angesichts der bestehenden Unsicherheit ist es aber auch noch zu früh, um über einen Wiedereinstieg in die Total-Aktie nachzudenken, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 51 vom 29.03.2012) (30.03.2012/ac/a/a)