Dax 10526.0 0.12%
MDax 20560.0 -0.21%
TecDax 1686.5 -0.09%
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Dow Jones 19170.42 -0.11%
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ETF-Wissen

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Verwahrung und Besteuerung von ETFs

Heutzutage werden alle Wertpapiere elektronisch im Depot verwaltet. Vor vielen Jahrzehnten war es noch möglich, sich die Papiere aushändigen zu lassen und im eigenen Tresor oder in einem Bankschließfach zu verwahren. Diese Tafelgeschäfte wurden aber verboten, da die Anleger häufig »vergaßen«, die Erträge zu versteuern. Daher werden heutzutage keine Urkunden mehr gedruckt, sondern alle Transaktionen elektronisch verwaltet.

 

Für diesen Aufwand erheben viele Filialbanken eine Depotgebühr. Denn die Bank muss beispielsweise Ausschüttungen auf dem Konto gutschreiben, dem Kunden Depotauszüge zur Verfügung stellen und einige Termine beachten. Sie muss beim Verkauf auch die Abgeltungssteuer einbehalten und an den Fiskus abführen. Die Depotgebühr beläuft sich bei den meisten Banken auf einige Promille pro Jahr. Viele Direktbanken verzichten aber inzwischen ganz auf die Depotgebühr. Sie sollten daher die Banken sorgfältig vergleichen und sich ein möglichst günstiges Institut aussuchen.

 
Seit 2009 gibt es die Abgeltungssteuer. Bei jedem Verkauf von Wertpapieren werden automatisch 25 Prozent der Wertsteigerung als Abgeltungssteuer von der Bank einbehalten. Ausgeschüttete Erträge werden ebenfalls mit 25 Prozent besteuert. Doch dies ist nicht alles: Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag und – falls Sie einer Kirche angehören – noch der Zuschlag für die Kirchensteuer. In kaum einem Land der Welt werden Wertpapiere so hoch besteuert wie hierzulande.