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Kolumne18:23 11.06.14

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

10.000 im Dax, aber es gibt bessere Investment-Alternativen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der Dax notiert bei der 10.000er-Marke, und es ist weit und breit nichts von einer Euphorie zu spüren. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass das erstmalige Anklopfen an den fünfstelligen Kursbereich so geräusch- und eigentlich sogar emotionslos erfolgen würde?

Ich kann mich noch gut an die extrem positive Börsenstimmung erinnern, als der Dax zum ersten Mal eine runde Marke vor Augen hatte – das waren im Umfeld der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen 2000 Punkte im März 1990. Die Kurse hatten sich seit dem 88er-Januar-Tief (nach dem Börsen-Crash von 1987) verdoppelt, und Anleger wie Profis waren dementsprechend euphorisch. Doch der Dax drehte bei 1970 Zählern nach unten, markierte dann noch mal ein tieferes Hoch im Juli bei 1957 und stürzte von dort bis 1354 im September 1990 ab. Damit hatte der Abschlag 31% betragen, denn Deutschland steckte auf einmal in der Rezession, die Freude über die Wiedervereinigung war der Diskussion ob deren Kosten gewichen, und zu allem Überfluss marschierte Saddam Hussein in Kuwait ein. Es sollte vier lange Jahre dauern, bis die 2000er-Zone (im Januar 1994) endgültig genommen wurde, und diese Phase war für mich als „Jung-Verleger“ kein Zuckerschlecken, aber noch gar nichts im Vergleich zur Extrem-Baisse, die zehn Jahre später einsetzte. Deren Ausgangspunkt:

Zum Jahrhundertwechsel war es zur Mutter aller Euphoriebewegungen gekommen – und zwar nicht nur im Technologiebereich. Denn der Dax, der erst 1997 den Anstieg über 3000 Punkte geschafft hatte, toppte bei 8065 im März 2000. In nur drei Jahren war der Deutsche Leitindex damit um 170% explodiert, um dann binnen abermals drei Jahren wieder auf 2203 Punkte wegzubrechen. Mit diesem Absturz um 73% wurde der Dax also 2003 auf das Niveau von 1994 und damit zum Ausgangsbereich der Hausse zurückkatapultiert. In meinem Buch „Gewinnen mit Börsenzyklen“ avisierte ich bereits 2005 einen Dax-Anstieg auf 10.000 Punkte, doch das ist eine andere Geschichte. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die Dax-Kurse 1994 und 2003 auf einem ähnlichen Niveau notierten, genauso wie 2000 und 2007/2008 und sogar 2013, als erstmalig der Anstieg über die 8000er-Marke gelangt. Das bedeutete neun Jahre bzw. bis zu 13 Jahre eine Null-Rendite für Buy-and-hold-Investoren. Rechnen wir:

Der Dax startete mit 1000 Punkten am 31.12.1987 und hat sich bis Juni 2014 verzehnfacht. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche Jahresrendite von 9,1%, doch die ist – wie erklärt – eine Momentaufnahme. Würde vom Dax-Start bis zum letztjährigen Tief gerechnet, sinkt die Rendite auf 8,2% p.a. und per Ende 2011 auf 7,7% jährlich. Das wahre Desaster zeigt der Kurs-Dax, der ohne Dividenden berechnet wird. Ebenfalls bei 1000 gestartet, notiert dieser Kursindex momentan im Bereich von nur 5140 Punkten, was einer Rendite von durchschnittlich gerade mal 6,4% jährlich entspricht. Und bis zum 2000er Top müsste der Kurs-Dax noch 22% klettern. Die Lehre aus allem:

Wir sind heute weit von einer Börsenblase entfernt, sodass die Hausse noch einiges vor sich hat. Dabei gibt es für Sie als Anleger bessere Alternativen zum Dax. Denn mit unseren Champions-Aktien erzielen Sie weitaus größere Kursgewinne, bei einer höheren Konstanz und deutlich niedrigeren Risiken. Allein der Index unserer Defensiv-Champions verbesserte sich in den vergangenen zehn Jahren um im Mittel 13,5% jährlich. Und in Kürze können Sie sogar direkt in diesen Defensiv-Index investieren.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
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BCI 15.134,60 26.793,10 77,03%
Apple 12,61 113,95 803,48%
Nestlé 26,51 66,05 149,16%
BCDI 35,54 133,37 275,27%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
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Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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