Dax 10474.0 -0.37%
MDax 20522.0 -0.14%
TecDax 1684.0 -0.12%
BCDI 128.75 0.00%
Dow Jones 19170.42 -0.11%
Nasdaq 4738.16 0.26%
EuroStoxx 3010.0 -0.13%
Bund-Future 161.12 0.83%

Kolumne17:49 17.10.12

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

25 Jahre nach dem Crash, 25 Jahre Börsenverlag!

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es so weit, denn in diesen Tagen jährt sich zum 25. Mal der große Börsen-Crash von 1987, der für mich die Initialzündung zur Gründung des Börsenverlags bedeutete. Unseren wirklich „großen“ Tag der offenen Tür am 20.10. vor Augen (nach mehr als 350 Anmeldungen mussten wir die Anmeldemöglichkeit jetzt stoppen) bin ich in diesen Tagen im Höchststress, weshalb ich mir eine Adaption meiner bereits veröffentlichten Gedanken erlaube. Also:

Wer beim Crash von 1987 dabei war, wird die damaligen Ereignisse sein Leben lang nicht vergessen. Für Anleger – speziell für die jüngeren – ist ein Rückblick auf das damalige Börsenumfeld heute eigentlich kaum vorstellbar. Denn:

Aktien hatten damals 50-DM-Nennwerte (oder noch höhere), und an den Börsen des 1987 noch zweigeteilten Deutschlands wurde lediglich zwischen 11:30 und 13:30 Uhr gehandelt. Es gab nur wenige Optionsscheine, die allein aus Optionsanleihen resultierten und meist dreistellige Kurse hatten (einige japanische Warrants notierten sogar vierstellig). Die Alternative waren ausschließlich Optionen, die im Freiverkehr gehandelt wurden, auf dem es zuging wie im Wilden Westen. Die Eröffnung der Deutschen Terminbörse erfolgte erst 1990, woraus 1998 die Eurex wurde.

Es ist heute auch kaum zu glauben, wie schwierig es 1987 war, überhaupt Kursinformationen zu erhalten. Das Internet war noch lange nicht erfunden, und das damals zaghaft startende BTX erforderte viel Zeit und noch mehr Geduld der Anwender. Anleger haben die Kurse ihrer Aktien (viel mehr gab es damals eben nicht) daher zumeist mit 24 Stunden Verzögerung der Tageszeitung entnommen. Wer „intraday“ (übrigens ein Begriff der 90er-Jahre) auf Kurse angewiesen war, musste seinen Bankberater bzw. den umständlichen Telefonservice der Post anrufen (die Telekom war noch nicht erfunden) und hing dann dort einige Minuten in einer Bandansage, um die Notierungen der größten deutschen Werte alphabetisch anzuhören ...

Der für deutsche Anleger maßgebliche Index war bis Ende der 80er-Jahre übrigens allein der FAZ-Index, der nur einmal am Tag berechnet wurde. Den Dax sollte es erst 1988 geben, mit heute wohl nur noch älteren Semestern bekannten Startmitgliedern wie z.B. Deutsche Babcock, Feldmühle Nobel, Hoechst, Kaufhof, Nixdorf, Veba oder Viag. Dabei war es eine regelrechte Revolution, dass für den Dax – der zunächst Dai für Deutscher Aktienindex hieß – auf einmal in jeder halben Stunde ein neuer Wert veröffentlicht wurde ...

Am 19. Oktober 1987 hatte der Dow Jones sage und schreibe 22,6% verloren und damit deutlich mehr als am 28. Oktober 1928, an dem es zu einem Einbruch von 12,8% gekommen war. Wer heute in Langfrist-Charts blättert, entdeckt indes nur einen kleinen Abwärtshaken, denn die Kurse haben sich seitdem nahezu versiebenfacht. Bitte merken Sie sich:

Eine Baisse kündigt sich im Voraus an, doch ein Crash kommt aus dem Nichts. Erstere gilt es als Aktien-Investor zu umschiffen (und als Trader auszunutzen), während ein Crash immer eine „einmalige“ Einkaufsmöglichkeit eröffnet. Und so wird es immer bleiben ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 13,95 16,73 19,97%
Gold 645,90 1.173,50 81,68%
BCI 15.138,70 26.354,00 74,08%
Apple 13,04 109,90 742,63%
Nestlé 26,79 63,00 135,13%
BCDI 35,04 128,75 267,44%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

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Performance: -30,77%

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