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MDax 20551.0 -0.04%
TecDax 1686.0 -0.03%
BCDI 128.75 0.00%
Dow Jones 19170.42 -0.11%
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Kolumne08:00 11.11.04

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Absolut transparente Anlagen gibt es nur an der Börse!

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

an der Börse gibt es viele Fallstricke, aber die unzähligen Fallen anderer Kapitalanlagen werden leicht übersehen und zwar ganz einfach deshalb, weil es dort an Transparenz fehlt. Denn:

An der Aktienbörse können Sie täglich und sogar minütlich den Wert Ihres Investments überprüfen. Die Transparenz ist hier vollkommen und deshalb werden Anlegern auch negative Renditeschwankungen und damit Risiken bewusst, die in anderen Bereichen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wenn eine Aktie fällt wird das als Verlust empfunden, doch es kann niemand sagen, welchen Verlust gleichzeitig Hochhäuser oder Bürokomplexe erlitten haben. Vergleichen wir Fonds-Anlagen:

Der Kurs eines Aktienfonds ergibt sich aus dem Wert aller enthaltenen Anlagen zum aktuellen Börsenkurs. Für offene Immobilienfonds gibt es dagegen Sachverständigenausschüsse, die spätestens alle 12 Monate den Wert der einzelnen Immobilieninvestments überprüfen. Die täglichen Kursveränderungen dieser Fonds sind also mit mehr oder weniger großen Fragezeichen zu betrachten, weshalb manchen Anlegern in Immobilienfonds jetzt eine recht schmerzhafte Überraschung drohen dürfte. Denn:

In 2002 investierten deutsche Anleger 14,3 Milliarden Euro in offene Immobilienfonds und in 2003 waren es 13,4 Milliarden. Doch der Boom ist vorbei und als offizielles Ende könnte einmal der 31. August in die Geschichtsbücher eingehen, als die Deka-Bank (die Investmentgesellschaft der Sparkassen) wegen Unregelmäßigkeiten die Trennung von ihrer Geschäftsführung bekannt gab. Dieser Frankfurter Immobilienskandal weitet sich immer mehr aus und mittlerweile gibt es 50 Beschuldigte, denen bei Immobilienkäufen bzw. -auftragsvergaben Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe zu Lasten der Immobilienfonds vorgeworfen werden. Damit stellt sich auch um so mehr die Frage, wieviel Luft in den Immobilienbewertungen enthalten ist. Alleine für die Deka-Fonds wird mittlerweile davon ausgegangen, dass diese um 500 Mio. Euro (!) zu hoch bewertet wurden. Die Folge davon:

Anleger geben nun massiv Anteile an Immobilienfonds zurück und alleine bei der Deka wurden seit Jahresbeginn 2,2 Milliarden Euro abgezogen. Damit ist eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt worden, deren Ende offen ist. Denn Immobilienfonds, die sowieso schon mit steigenden Leerstandsraten und dementsprechend fallenden Mietpreisen zu kämpfen haben, stecken in einer Liquiditätsfalle. Während Aktienfonds jederzeit durch Aktienverkäufe zu Liquidität kommen, sind Immobilien kurzfristig kaum zu veräußern. Folglich müssen diese Fonds notgedrungen Kredite aufnehmen, was wiederum die Performance drückt und lt. Gesetz nur bis höchstens 50% des Immobilienvermögens (das welchen Wert hat?) möglich ist. Der vorläufige Gipfel:

Angesichts der anhaltenden Mittelabflüsse fordert die Deka-Bank jetzt sogar eine Gesetzesänderung (!), damit größere Auszahlungen - vergleichbar mit dem Sparbuch - erst nach einer Wartefrist von drei bis sechs Monaten möglich werden. Diese Unbeholfenheit zeigt, dass die Krise der Immobilienfonds noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht hat, sondern wohl erst am Anfang steht. Also: Verwechseln Sie die Sichtbarkeit von Risiken nicht mit dem Risiko selbst. Nur bei Aktien und Aktienfonds sehen Sie Verluste sofort und haben somit die Möglichkeit, Verlustpositionen jederzeit wieder zu adjustieren, also glattzustellen. Ziehen Sie spätestens jetzt bei Ihren Immobilienfonds die Notbremse und investieren Sie in die erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt! Letztlich ist hier das Risiko bedeutend kleiner, die Gewinnperspektive aber um ein Vielfaches größer!

Mit bester Empfehlung Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


PS: Dies ist das Editorial aus dem boerse.de-Aktienbrief, dem Börsenbrief für die laut Performance-Analyse 100 erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Wenn auch Sie Ihr Kapital mit diesen Champions-Aktien im Schnitt alle vier Jahre verdoppeln wollen, lade ich Sie herzlich ein, den boerse.de-Aktienbrief hier 14 Tage kostenlos zu testen.

TM's empfohlene Sachwertinvestments

Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 14,05 16,73 19,12%
Gold 646,00 1.173,50 81,66%
BCI 15.055,00 26.354,00 75,05%
Apple 13,02 109,90 744,02%
Nestlé 26,66 63,00 136,33%
BCDI 35,11 128,75 266,70%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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Wie defensive Investments alle anderen schlagen
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Eine bekannte Börsenweisheit besagt, Anleger sollen Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Doch viele Börsianer wissen, wie schwer es ist, diesen Leitspruch in der Praxis umzusetzen. Dabei lässt sich dieses Prinzip ganz einfach anwenden – mit defensiven Aktien. Denn der Erfolg defensiver Investments funktioniert nach genau diesem Schema.