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Kolumne10:48 08.05.12

Börsenexperte, Experte und Author Dr. Dr. Gerald Pilz
Afrika bietet viele Chancen
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

auf dem afrikanischen Kontinent ergeben sich viele Möglichkeiten, denn einige der Länder wachsen weit überdurchschnittlich. So konnte das ölreiche Angola in den vergangenen zehn Jahren Wachstumsraten von durchschnittlich 11 bis maximal 23 Prozent vorweisen. In etlichen Ländern haben die intensiven Reformbemühungen Früchte getragen: Der staatliche Sektor wurde privatisiert, und die Börsenplätze haben sich für Investoren geöffnet. Ausländische Direktinvestitionen konnten sich innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verfünffachen. Der Internationale Währungsfonds sagt für Afrika ein durchschnittliches Wachstum von sechs Prozent in diesem Jahr voraus.

Kenia: Börsenkurse seit Januar 29 Prozent im Plus

Neben Angola boomen Ghana, Tansania, Mozambique, Nigeria, Kenia und Äthiopien. 2011 legte die äthiopische Wirtschaft beispielsweise um 7,5 Prozent zu, obwohl das Land kaum Rohstoffe exportiert. In vielen afrikanischen Staaten trägt der Dienstleistungssektor (insbesondere die Telekommunikation) inzwischen deutlich zum Wirtschaftsboom bei. 300 Millionen Menschen zählen zur Mittelschicht. Es wird geschätzt, dass 40 Prozent der weltweiten Rohstoffreserven auf dem afrikanischen Kontinent zu finden sind.

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Afrika befindet sich in einer Aufbruchstimmung wie China vor 20 Jahren. In den vergangenen drei Jahren stieg die Börse in Kenia jährlich im Durchschnitt um 12,5 Prozent und auf Mauritius um 17 Prozent. In Nairobi legten die Aktienkurse seit Jahresbeginn um 29 Prozent zu.


ETF auf Afrika: 20 Prozent Wertsteigerung seit Jahresbeginn

Die meisten Indexfonds mit dem Anlageschwerpunkt Afrika konzentrieren sich auf das relativ gut entwickelte Südafrika. Wesentlich interessanter aber sind die einzelnen Länder im Norden und unterhalb der Sahara. Einer der wenigen breit gefächerten ETFs ist der RBS Market Access MSCI Emerging and Frontier Africa ex South Africa Index ETF (ISIN: LU0667622384). Er umfasst insgesamt 32 Unternehmen aus Ägypten, Kenia, Marokko, Mauritius, Nigeria und Tunesien. Seit Jahresbeginn konnte der Swaps einsetzende ETF eine Wertsteigerung von rund 20 Prozent erzielen.

Der afrikanische Kontinent ist im Aufbruch und bietet langfristig gute Chancen. Die Wachstumsraten werden ähnlich überdurchschnittlich wie vor zwei Jahrzehnten in Asien sein. Da es sich aber um noch nicht gefestigte Frontiermärkte handelt, sind auch die Risiken und die Kursschwankungen höher.

Viel Erfolg bei Ihren Investments!

Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz


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