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Kolumne11:15 05.02.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Alles dreht sich um Öl und China

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Chinas wirtschaftliche Probleme und der fallende Ölpreis sorgten auch in den vergangenen Handelstagen für Dramatik. Zweifellos wird es ohne eine Beruhigung der Gemüter schwer werden, eine Stabilisierung umzusetzen.

Die Verhaltensmuster der Börsianer sagen viel aus. Die Marktteilnehmer sind nämlich hin und her gerissen. Starke Anstiegstage werden abgelöst durch Panikverkäufe. Die Nerven liegen blank. Solche Emotionen findet man besonders im Endstadium einer Abwärtsbewegung.

Wenn wir jetzt noch den absoluten Tiefpunkt des Dax kennen würden... Den weiß niemand, und das ist auch gut so. Alles andere wäre ja langweilig. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass es nicht mehr lange dauert, bis der Dax die erste stärkere Aufwärtsbewegung produziert.
Das schwarze Gold ist nicht goldig

Besonders der Ölpreis ist bemerkenswert. Früher jubelten die Börsen über sinkende Ölpreise, weil damit Transportkosten günstiger wurden. Nun zittern aber Industriezweige und ganze Nationen, weil sie mit den niedrigen Ölpreisen Verluste schreiben. Es ist ja nicht so, als ob sich der Ölverbrauch reduziert hätte. Im Gegenteil, es wird jedes Jahr mehr verbraucht. Dann kommt auch noch hinzu, dass der niedrige Preis einen Anreiz zum Verbrauch bietet. Die Welt tut so, als wenn das Öl in unendlichen Mengen zur Verfügung stehen würde.

Das Problem ist vielmehr, dass so viel Öl aus dem Erdreich gefördert wird, dass die Lager bis zur Oberkante gefüllt sind. Für einige Staaten ist das Öl die Haupteinnahmequelle. Um nicht zahlungsunfähig zu werden, wird das Öl zu sehr niedrigen Preisen verkauft. Und es ist egal, ob die Förderkosten mit dem Erlös gedeckt werden können.

Interessant wäre einmal zu wissen, wie groß die Ölfördermenge des „Islamischen Staates“ ist. Man munkelt, dass die Kriegstreiber das Öl zu einem Viertel des Normalpreises verscherbeln, um ihren Krieg zu finanzieren. Der größte Abnehmer soll übrigens die Türkei sein, was natürlich von der türkischen Regierung bestritten wird.

Top-Börsengewinne wünscht Ihnen

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trading


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Performance: Dax-Aktien 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 8,93 auf 6,79 Euro
Performance: -24,90%

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