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Kolumne15:30 31.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Holger Wentz
Alles halb so schlimm?
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Krise, Krise und nochmals Krise! Man kann es schon gar nicht mehr hören. Allerorten macht das böse Wort die Runde und ist dabei in aller Munde. Was sich hier so schön reimt, ist in Wahrheit sicher nicht zum Spaßen. Es vergeht kein Tag, ohne dass neue Hiobsbotschaften über Griechenlands Staatsbankrott, Amerikas Immobilienmarkt oder Chinas Wachstumsdelle die Nachrichten füllen. Doch wie schlimm steht es tatsächlich um die Weltwirtschaft? Und was bedeutet das für die Rohstoffmärkte, allen voran für die konjunktursensiblen Industriemetalle?

USA zuletzt besser als erwartet,…

Zwar hat die US-Zentralbank FED vergangene Woche eine Verlängerung ihrer Nullzinspolitik bis weit ins Jahr 2014 hinein angekündigt – was für sich genommen ein sicheres Anzeichen für eine mehr als schlecht dastehende amerikanische Wirtschaft darstellt. Allerdings haben die zuletzt veröffentlichten Zahlen zum Zustand der amerikanischen Wirtschaft gezeigt, dass es doch noch Hoffnungsschimmer am tristen Konjunkturhimmel gibt.

…China bremst weniger stark ab als befürchtet…

Neben der US-amerikanischen Wirtschaft ist es vor allem wieder einmal mehr auch China, das im Fokus der Rohstoffanleger steht. Auch hier scheint die Lage der Wirtschaft weniger dramatisch zu sein, als dies noch bis vor kurzem erwartet worden war. Statt eines schnellen und harten Absturzes kühlt die Wirtschaft kontrolliert ab und verharrt mit ihrer Wachstumsquote weiterhin auf einem recht hohen Niveau.

…und in Europa wird es wohl keine europäisches Lehman-Debakel geben

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Doch auch die Alte Welt sorgt für – zumindest relativ betrachtet – „gute“ Nachrichten. Trotz weiter vor sich hinschwelender Schuldenkrise und dem hohen Schuldenschnitt bei griechischen Staatsanleihen weicht die Angst vor einem Zusammenbruch einer großen europäischen Bank der Erkenntnis, dass es wohl kein europäisches Lehman-Debakel geben wird.

Alles in allem sorgen diese Entwicklungen dafür, dass der extreme Pessimismus für die Weltwirtschaft zurückgefahren wird und Investoren sich wieder für Rohstoffe erwärmen können. Denn: Wenn sich die Konjunktur erholt, dann sind zyklische Rohstoffe wie Industriemetalle in aller Regel die ersten, die sich stabilisieren. So stieg der Preis für Kupfer seit Weihnachten bereits kräftig an. Kein Wunder, gilt das Metall doch als zuverlässiger Konjunkturindikator.

Kupfer markttechnisch am Scheidepunkt

Interessant auch die Markttechnik bei Kupfer.



Aktuell kämpft der Kupferpreis mit der wichtigen 200-Tage-Linie. Wird diese nachhaltig übersprungen, so erscheint mir der Weg Richtung 10.000 US-Dollar frei. Investments bitte nur mit Stop-Loss-Limit eingehen.

Herzliche Grüße
Ihr

Holger Wentz

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