Kolumne14:14 12.09.13

Börsenexperte, Experte und Author Holger Wentz
Aluminium und Nickel weiter unter den Produktionskosten


Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle hat Ihr Rohstoff-Ausblick schon mehrfach darüber berichtet, dass aufgrund des starken Preisrückgangs der vergangenen Monate einige Rohstoffe unter ihrem durchschnittlichen Produktionskostenniveau notieren und deshalb deren Produktion für etliche Anbieter unrentabel ist und -sollte der Preis nicht mittelfristig wieder anziehen- die Herstellungsanlagen runtergefahren werden sollten, um weitere Verluste zu vermeiden.

Lassen Sie uns heute die Situation bei Aluminium und Nickel unter die Lupe nehmen, bei denen genau das oben genannte Szenario zu beobachten ist.

Preisverlauf der Industriemetalle ähnelt sich stark

Schaut man sich die Preisverläufe der unterschiedlichsten Industriemetalle wie beispielsweise Kupfer, Aluminium oder Nickel an, dann stellt man fest, dass sich diese im langjährigen Vergleich sehr ähneln und sich Aluminium und Nickel dabei oftmals stark am „Hauptmetall“ Kupfer orientieren. Mit einem Unterschied: Die Anstiege fielen in den jeweiligen Preiszyklen unterschiedlich stark aus.

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Besonders gut kann man das etwa bei Aluminium im Zeitraum 2003 bis 2007 beobachten. In diesem war der Preisanstieg bei weitem nicht so dynamisch wie beim Kupferpreis. Und das obwohl Aluminium im Zeitverlauf mit dem höchsten durchschnittlichen Nachfrageanstieg aufweisen kann. Der Grund: Trotz des starken Nachfrageanstiegs stand den Marktteilnehmern in der vergangenen Dekade meist ein ausreichendes Angebot gegenüber, welches den Preisanstieg in Schach hielt. Zudem wurden die Angebotskapazitäten in den letzten Jahren insbesondere in China nochmals deutlich ausgeweitet, was den Markt weiter in einer Überschusssituation hält. Und das bleibt nicht ohne Folgen!

Produktionskostenniveau erreicht

Denn: Sowohl Aluminium als auch Nickel notieren aufgrund der durch den starken Aufbau von Produktionskapazitäten auf den Markt drängender Überschussmengen in Verbindung mit den über längere Zeit bestehenden relativ hohen Lagerbeständen mittlerweile wieder auf den Preisniveaus der Jahre 2004/2005 und somit unter den durchschnittlichen Produktionskosten. Bei Kupfer sieht das anders aus, dort besteht noch eine deutliche Differenz zwischen Preis und Produktionskosten.

Starke Preissteigerungen sind bei beiden Metallen erst einmal nicht zu erwarten, auf dem aktuellen Niveau ist jedoch auch nicht mehr von einem großen Preisrisiko auszugehen. Mittelfristig wird aufgrund der sich nun nach unten drehenden Angebotsspirale wieder mit höheren Preisen zu rechnen sein.

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Und was sagt die Charttechnik zu Aluminium?

Ein Blick auf die Markttechnik bei Aluminium zeigt, dass der Erholungsversuch im Sommer 2013 lehrbuchhaft an der 200-Tage-Linie gescheitert ist.



Nach unten hat sich im Bereich von 1.800 US-Dollar eine starke Unterstützungszone gebildet. Charttechnisch gesehen sollte sich die breite Seitwärtsbewegung im Bereich 1.800/2.000 Dollar weiter fortsetzen, so dass bei Aluminium Seitwärtsprodukte wie Discount- oder Bonuszertifikate aussichtsreich erscheinen. Investments aber bitte wie immer nur mit Stop-Loss-Limit eingehen.

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Rohstoff-Ausblick
Ihr

Holger Wentz
Chefredakteur
Rohstoff-Ausblick

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