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Kolumne13:31 17.05.16

Börsenexperte und Autor Hermann Kutzer

Anlegerverhalten – Nervöses Rein und Raus, um nichts zu verpassen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nimmt man die täglichen Kursbewegungen mit ihren Begründungen und packt die Analysen und Prognosen der Experten dazu – man könnte derzeit von total unübersichtlichen Verhältnissen an den Finanzmärkten sprechen. „Hoffnung für den späteren Jahresverlauf“, hatte ich in meinem letzten Kommentar als Überschrift formuliert. Es bleibt aber zugleich bei den bekannten Ängsten, so dass viele Anleger spürbar nervös immer wieder ein- und aussteigen, um nichts zu verpassen.

Ich behaupte, die Profis haben wieder einmal den Durchblick verloren, werden von den unterschiedlichen Einflüssen überfordert. Viele Investoren irren hin und her. Aber: Bisher brechen die Kurse nach keiner Seite aus. Das gilt insbesondere für die Aktien, denn die haben ja immer noch ihre Berichtssaison, werden von den Unternehmenszahlen mitentscheidend beeinflusst und entwickeln sich uneinheitlich. Doch auch Devisen und Rohstoffe sind trotz oder gerade wegen widersprüchlicher Nachrichten in unruhigen Schwankungen.

Die jüngsten Analysen internationaler Häuser machen deutlich, dass zwar die tiefe Sorge wegen der weltwirtschaftlichen Entwicklung allmählich nachlässt, die Angst vor einer Rezession schwindet. Gleichzeitig wird jedoch die Risikobereitschaft durch Unsicherheit über die Zinsentwicklung in Amerika und vor allem durch die zahlreichen politischen Unsicherheitsfaktoren gedämpft – nach dem Motto: Negative Überraschungen sind ja immer möglich.

Es keimt also immer wieder Skepsis hoch. Jetzt sorgt schon eine mögliche Korrelation von Kunst und Aktien für Schlagzeilen. Sotheby’s etwa blieb bei seiner jüngsten Versteigerung impressionistischer und moderner Meisterwerke auf einem Drittel der Lose sitzen. Das Auktionshaus nahm nur 144,5 Millionen US-Dollar ein – so wenig brachten ähnliche Verkäufe zuletzt 2009. Deshalb erinnert Deutsche-Bank-Chefanlagestratege Ulrich Stephan: „Meist bewegen sich Kunst- und Aktienmarkt in die gleiche Richtung. Sammler kaufen kostspielige Oeuvres, wenn die Börsen gut laufen. Ist die derzeitige Zurückhaltung jetzt Vorbote für drohendes Ungemach durch wacklige Kapitalmärkte?“ Auch die jüngst zu beobachtenden Umschichtungen von US-Hochzinsanleihen in als sicher geltende Staatsanleihen spiegelt gesteigertes Risikobewusstsein wider.

Doch passt ein solches Bild eben nicht zu aktuellen Konjunkturnachrichten. Das Klima in der Weltwirtschaft hat sich nämlich leicht verbessert. Der ifo-Index stieg im zweiten Quartal von 87,8 auf 90,5 Punkte und näherte sich damit seinem langfristigen Durchschnitt von 96,0 Punkten. Zwar verschlechterten sich die Beurteilungen der Experten zur Lage leicht. Doch ihre Erwartungen waren positiver als im Vorquartal. Die Fachleute gehen in diesem Jahr für die Welt von 2,0 Prozent Wirtschaftswachstum aus. Die weltwirtschaftliche Erholung bleibt also moderat.

In nahezu allen Regionen kam die zuvor beobachtete konjunkturelle Abwärtsbewegung zum Erliegen. In Nordamerika ist die Erholungstendenz besonders ausgeprägt. Der Indikator übertraf erneut seinen langfristigen Durchschnitt. In Asien stabilisierte sich der Index auf einem niedrigen Niveau. In Europa sank er, blieb aber weiterhin über seinem langfristigen Mittelwert. Nach Ansicht der Experten werden sowohl die kurz- als auch die langfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten in den USA steigen, in Europa weitgehend stabil bleiben und in Asien, insbesondere in China, Japan und Indien, sinken. Der Kurs des US-Dollar dürfte im Lauf der nächsten sechs Monate steigen.

Die Erwartungen mit Blick auf die weitere Entwicklung der chinesischen Konjunktur haben sich in der aktuellen Aprilumfrage etwas erholt. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzexperten für China in den nächsten zwölf Monaten wiedergibt, liegt mit 9,4 Punkten erstmals seit langem wieder über dem längerfristigen Durchschnitt von 6,2 Punkten. Allerdings: Trotzdem trauen die Experten den chinesischen Aktienmärkten auf Sicht von zwölf Monaten nicht viel zu und rechnen im Durchschnitt mit einem Rückgang der Aktienindizes, insbesondere beim Hang-Seng-Index und dem Growth Enterprise Market Index.

Turnaround-Trader: Gold-Hausse steht erst am Anfang

Immer häufiger werden als Anlagealternative Rohstoffe empfohlen, in erster Linie Edelmetalle. Mein Kollege Thomas Driendl, Chefredakteur des „Turnaround-Trader“, hat seinen schon seit längerem gehegten Optimismus für Gold jetzt bekräftigt und schreibt dazu: Nachdem der Goldpreis vier Jahre lang praktisch nur nach unten ging, waren die Kurse von Goldminen-Aktien in den Keller gerauscht. Als die Goldminen-Aktien im Dezember/Januar nach Kursverlusten von bis zu 90% auf einem Mehrjahrestief notierten, hatten wohl nur hartgesottene Anleger solche Titel im Depot. Und kaum jemand dachte an Käufe in diesem Segment nach. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Gold wechselte in den Aufwärtstrend und leitete damit eine neue Hausse ein. Goldminen-Aktien gehen seitdem durch die Decke. Im Turnaround-Trader wurde die Situation frühzeitig erkannt. Mittlerweile können sich Turnaround-Trader-Abonnenten über bis zu 140% Kursgewinn nach nur drei Monaten freuen. Das Beste daran: Die Hausse bei Gold und Goldminen steht erst am Anfang. Bis zu den 2011er-Kursniveaus errechnen sich weitere Aufholpotenziale von bis zu 300%. Und hier lohnt es sich, zwischenzeitliche Rücksetzer für Käufe bzw. Nachkäufe zu nutzen. Signale dafür gibt es im Turnaround-Trader, den Sie kostenlos testen können.

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!
Ihr

Hermann Kutzer
Redaktion
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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