Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
nun ist es beschlossen: Griechenland bekommt seinen Schuldenschnitt von 50% und der Euro-Rettungsfonds EFSF wird ausgeweitet. Ob Privatinvestoren und Banken dabei so sang- und klanglos mitziehen, wie die Politik sich das wünscht, bleibt erst einmal abzuwarten.
Nichtsdestotrotz war die Entscheidung vom Mittwoch ein gefundenes Fressen für die Börsianer:
Rechtzeitig zu Halloween riefen Sie zum Hexentanz, und DAX, Dow-Jones und Co haben sich in den vergangenen Tagen mächtig erholt. Für den Euro bedeutet dies zunächst einmal eine Verschnaufpause – hauptsächlich auf Kosten des US-Dollar. Das weltweit meistgehandelte Währungspaar konnte die seit Mitte des Monats anhaltende Range der zurückliegenden Wochen hinter sich lassen. Kurzfristig wurde sogar die 1,4200-Marke übersprungen.
Unser Divergenzindikator (DI) – welcher mittels bullischer, bärischer und neutraler Zone auf dem Vier-Stunden-Chart die Richtung und Stärke des längerfristigen Trends gemessen an der Divergenz zwischen den täglichen Gleitenden Durchschnitte (GDs) 200 und 100 erfasst – ist jedoch nach wie vor in der neutralen Zone. Obwohl sich der DI bereits wieder Richtung bullische Zone hocharbeitet, heißt es hier zunächst weiter abwarten. Hält der Anstieg des Euro weiter an, werden wir zum Ende der kommenden Woche die ersten Long-Signale erhalten. Zunächst erwarten wir jedoch einen Rückzug zur 1,4100 bzw. gar 1,4000-Marke, bevor die dynamischen Unterstützungen des Vier-Stunde-Charts (Aufwärtskanal, GD50) für einen weiteren Kursanstieg sorgen.


Nicht ganz so leer gingen DI-Trader beim Australischen Dollar aus:
Gegen die US-Währung hat sich der Australier (AUD/USD) weiter durchgesetzt und die Preisfalle der letzten Woche wie erwartet Richtung Norden verlassen. Der somit ausgelöste Long beschert uns bislang gute Profite. Unmittelbar bevor steht jedoch ein wichtiger Widerstand bei 1,0766, welcher sich schon das ganze Jahr für Rallye-Pausen verantwortlich gezeigt hat. Wir erwarten also für kommende Woche einen Rückzug zur 1,0500-Marke oder dem GD50, bevor die Hausse weitergeht. Dementsprechend sollten Stops genügend Spielraum für eine solche Verschnaufpause lassen.

Bleiben Sie also dran aber bleiben Sie vorsichtig:
Es wird immer gerne übertrieben. Dementsprechend schießen zurzeit die Kurse in die Höhe. Es wird jedoch nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird – und deshalb erwarten wir für den Beginn der Woche zunächst einmal ein paar Rückzieher, bevor es sich zeigen wird, ob es sich bei der Euro-Hausse nur um ein Schreckgespenst handelt.
Happy Halloween!
Ihr
Sven Brand
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| Wert | Aktuell | % |
|---|---|---|
| DAX | 6.380,19 | 1,01 |
| MDAX | 10.280,27 | 0,47 |
| TecDAX | 756,97 | 0,68 |
| EURO STOXX 50 | 2.172,53 | 0,74 |
| Dow Jones Industrial | 12.529,75 | -0,09 |
| Nasdaq 100 | 2.544,70 | 0,52 |
| Gold | 1.562,00 | 0,11 |
| Silber | 28,30 | 0,35 |
| Rohöl (WTI) | 91,11 | 0,13 |
| Euro/Dollar | 1,2590 | 0,47 |
| Bund-Future | 143,85 | -0,09 |