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Kolumne11:42 15.04.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Börsen-Shows = Unterhaltung

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nicht selten beginnt das Börsianerleben mit dem zufälligen Durchlesen eines Börsenmagazins. Dazu gibt es noch Fernsehen mit der täglichen Börsenberichterstattung.

TV-Leute wissen alles ganz genau?

Besonders das Börsen-TV ist aufdringlich, weil Kursbewegungen mit einer Selbstverständlichkeit erklärt werden, als wenn die Moderatoren bei jeder Kursbewegung direkt dabei gewesen wären. Kein Wunder, dass Börsenneulinge vom Wissen der Moderatoren fasziniert sind. Unterschwellig wird sogar vermutet, dass alle Börsenreporter Millionäre wären. Weit gefehlt! Alle Moderatoren haben nämlich eine besondere Fähigkeit. Sie sind sprachlich ausgebildet und gute Selbstdarsteller. Nicht wenige Moderatoren haben sogar eine Schauspiel-Ausbildung absolviert.

Es wird Kompetenz suggeriert

In Börsenmedien wird der Eindruck vermittelt, dass die relevanten Informationen rechtzeitig zur Verfügung stehen, damit der Kunde das große Geld verdienen kann. Die Realität ist etwas anders, denn die wichtigsten Infos kommen immer zu spät. Eine Berichterstattung ist per Definition immer vergangenheitsorientiert.

Börsen-TV ist in erster Linie eine Show. Auch wenn die Moderatoren oder eingeladene Experten so tun, als würden sie täglich mehrmals mit allen Käufern und Verkäufern einer Aktie telefonieren. Bleiben Sie realistisch: In den Medien finden Sie keine Börseninformationen, mit denen Sie gewinnen können. Bestenfalls ist es möglich, verschiedene Informationen miteinander zu kombinieren, und eigene Schlüsse zu ziehen.

Auch Kurse machen Nachrichten

Gelegentlich bewegen sich Aktien in eine bestimmte Richtung, und Medien fügen eine unbedeutende fundamentale Erklärung hinzu. Tatsächlich beruhte die Kursbewegung auf einer technischen Kursformation. Die Massenpsychologie erzeugt regelmäßig Formationen, wie zum Beispiel Kursdreiecke oder Ausbrüche. Daraus entstehen Moves. In solchen Fällen erzeugen die Kurse Nachrichten und nicht eine beliebige Wirtschaftsmeldung. Medien haben eine Omnipräsenz und ein guter Trader sollte sie nur als Unterhaltung wahrnehmen. Alles andere ist gefährlich.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader


P.S.: Der DAX-Hebel-Trader ist systematisch und benötigt keine Medien. Wir machen unsere eigenen Nachrichten.
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Unsere Einstiegs-Strategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag. Die Gewinn-Chancen der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief lassen sich durch die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts nochmals erheblich verbessern. Dafür bedarf es keinen hellseherischen Fähigkeiten, sondern es gilt, Kauf- und Nachkaufsignale mit Ruhe und Disziplin zu beachten.