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Kolumne09:31 08.04.16

Börsenexperte und Autor Rudolf Wittmer

Börsen erneut im Risk-Off-Modus

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wenn die großen institutionellen Marktteilnehmer dazu übergehen, ihre Depots anzusichern oder in vermeintlich risikofreie Geldanlagen umzuschichten, dann sprechen wir vom „Risk-Off-Modus“. Gemeint ist damit eine zunehmend sinkende Risikobereitschaft breiter Anlegerschichten. Das Gegenteil davon bezeichnen wir dann konsequenterweise als „Risk-On-Modus“. Zurzeit erkennen wir an den internationalen Finanzmärkten eher eine zunehmende Risikoaversion. Denn:

Seit Ende März befindet sich die eher stark risikobehaftete Anlageklasse der Rohstoffe auf dem Rückzug. Ab April gerieten dann die Aktienmärkte unter Druck, wobei die als relativ sicher geltenden amerikanischen Blue Chips bis jetzt sogar noch profitieren konnten. Parallel dazu stiegen die Anleihemärkte von einem bereits historisch hohen Kursniveau nochmals deutlich weiter nach oben. Als Folge davon notiert jetzt die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen im negativen Bereich. Bei den deutschen Anleihen ist ein Rutsch unter die 0%-Marke bereits absehbar.

Selbst die 2018 fälligen Obligationen von Siemens oder von Shell notieren derzeit im negativen Zinsbereich. Dies alles ist die Konsequenz der verantwortungslosen EZB-Zinspolitik, die verheerende Folgen haben wird. Denn es gibt noch andere Auswirkung dieser Notenbankpolitik. Konkret:

Ohne den Bankensektor kann es keine nachhaltige Aktien-Hausse geben

In einem Umfeld negativer Zinsen funktioniert das Geschäftsmodell der meisten Banken nicht mehr. Deutlich abzulesen ist diese Tatsache an der Kursentwicklung der weltweit größten Geldhäuser, die sich seit Jahren auf Talfahrt befinden. Insbesondere die europäischen Banken geraten immer mehr unter Druck. Auf Basis des Stoxx 600 Bankenindex haben sich die Kurse in den vergangenen zwölf Monaten nahezu halbiert.

Besonders hart hat es dabei die Deutsche Bank getroffen, die seit April 2015 von 33 Euro auf jetzt 14 Euro gefallen ist. Als Trendbrief-Leser sind Sie in dieser Aktie bereits seit August 2015 auf der Short-Seite positioniert und konnten seitdem schon ordentliche Gewinne von mehr als 50% einstreichen. Dennoch:

Auf Dauer wird es ohne eine Erholung im Bankensektor keine nachhaltige Aktien-Hausse geben. Und zurzeit sind keine Anzeichen zu erkennen, dass sich die EZB von ihrer gefährlichen Zinspolitik verabschiedet. Für uns Trendfolger bietet diese Situation auch Vorteile. Zum einen haben wir die Möglichkeit, uns trendfolgend auf der Short-Seite zu positionieren. Daneben profitieren in diesem Umfeld insbesondere auch die Edelmetalle. Und hier sind Sie mit dem Trendbrief ebenfalls schon seit geraumer Zeit auf der richtigen Long-Seite positioniert!

Viel Erfolg beim Trading

Rudolf Wittmer
Chefredakteur
Trendbrief

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Performance: Dax-Aktien 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 8,93 auf 6,79 Euro
Performance: -24,90%

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