Dax 10527.0 0.15%
MDax 21572.0 1.33%
TecDax 1798.5 1.35%
BCDI 138.24 0.00%
Dow Jones 18308.15 0.91%
Nasdaq 4874.64 0.61%
EuroStoxx 3002.0 1.3%
Bund-Future 165.76 -0.09%

Kolumne17:14 15.04.16

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Börsenpsychologie und der Anker-Effekt

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im ersten Quartal 2016 dürften sich die Börsen keine neuen Freunde gemacht haben. So war der Dax gegenüber dem Jahresanfang zeitweise 19% unter Wasser (Dow Jones 10%, BCDI 8%), was den schlechtesten Jahresauftakt aller Zeiten bedeutet hatte, doch nach den Tiefs vom 11. Februar ist es wieder kräftig nach oben gegangen. Per 31.03. hatte sich das Minus auf 7,2% reduziert, was indes noch immer die achtschlechteste Q1-Performance der Dax-Historie und das größte Minus des Auftaktquartals seit 2009 bedeutet. Unser boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) gab per saldo 2,1% nach, während sich der Dow Jones sogar um 1,5% ins Plus schieben konnte.

Genau solch volatile Marktphasen (bzw. vielmehr die damit einhergehenden Negativ-Nachrichten) halten Millionen potenzieller Aktionäre vom Einstieg an den Börsen ab. Dennoch sind und bleiben Aktien konkurrenzlos, was sich in allen langfristigen Statistiken zeigt und erst recht für die verrückte „neue“ Welt ohne Zinsen gilt. Dabei braucht es für erfolgreiche Investments vor allem gute Nerven in den turbulenten Marktphasen. Konkret:

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich im BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) an guten Börsentagen die Netto-Käufe und an schlechten die Netto-Verkäufe häufen. Es wird also „oben“ gekauft und „unten“ verkauft, was zeigt, wie sehr Emotionen den Börsenhandel bestimmen. Dabei hat der BCDI seit Börseneinführung am 30.06.2014 in nunmehr sieben Quartalen stolze 35,3% gewonnen, während sich der Dow Jones nur um 5,1% verbessern konnte und der Dax mit +1,4% komplett auf der Stelle trat. Deshalb:

Machen Sie es besser als die Masse der Anleger und investieren Sie mit aller Gelassenheit nach einem festen Regelwerk, wie wir es im Aktienbrief vorgeben. Denn Dax, Dow Jones und Co. eröffnen inklusive Dividenden eine langfristige Gewinnperspektive von 9% jährlich, wobei unsere 100 Champions nachweislich mit weitaus höheren Gewinnen überzeugen. Die Betonung liegt hier aber auf langfristig und damit einem Anlagehorizont von mindestens fünf, besser zehn Jahren, weil normalerweise erst dann alle zyklischen Börsenphasen durchlaufen sind, in denen sich Glück und Pech ausgleichen. Dazu ein Beispiel:

Wer als Dax-Pechvogel im April 2015 oberhalb von 12.000 in den Dax eingestiegen ist, kennt per saldo nur fallende Notierungen. Für den Dax-Käufer vom Dezember 2013 war das Investment indes bislang ein Nullsummenspiel, da sich die Kurse heute auf dem selben Niveau wie damals befinden. Und ein Dax-Glückspilz wiederum würde sich über kräftige Gewinne freuen, dank Käufen bei 7500 Punkten im April 2013, bzw. 6000 Zählern (Juni 2012) oder 5100 (September 2011). Sie sehen:

Einschätzungen werden häufig an Einstandskursen festgemacht, was in der sogenannten Behavioral Finance (Anlegerpsyche) als Anker-Effekt bezeichnet wird. Deshalb ist momentan die Stimmung mau, während deutsche Anleger voraussichtlich oberhalb von 12.000 Dax-Punkten (im Herbst) wieder Lust auf Börse bekommen werden. Und genau das unterscheidet emotionale Anleger von strategischen Investoren.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


PS: Mit 731 Orders war das BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) auch im März das meistgehandelte Index- und Partizipations-Zertifikat der Börse Stuttgart. Das bedeutet nun den vierten Monat in Folge Platz 1.

TM's empfohlene Sachwertinvestments

Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 11,36 19,16 68,74%
Gold 599,25 1.322,50 120,69%
BCI 14.404,30 27.510,20 90,99%
Apple 11,00 113,05 927,69%
Nestlé 27,56 70,28 155,02%
BCDI 33,82 138,24 308,75%
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Umsatz 2015: 75,6 Mrd. Euro
Veränderung Vorjahr: +5,2%

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André Kostolany - Spekulant und „Börsenlehrer“
André Kostolany - Spekulant und „Börsenlehrer“
Wer kennt ihn nicht? André Kostolany war ein Spekulant und „Börsenlehrer“, der von der Praxis zur Theorie kam und erste Erfahrungen an der Börse mit eigenem Geld machte. Er spekulierte mit allem, was an den Börsen der Welt zu handeln war – oft auf fallende Kurse und zumeist erfolgreich.