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Kolumne12:21 14.03.12

Börsenexperte, Experte und Author Holger Wentz
Brent - geht es jetzt Richtung All-Time-High?
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wer diese Tage mit dem Auto unterwegs ist, dem treibt es regelmäßig die Tränen in die Augen beim Blick auf die Anzeigetafeln der Tankstellen am Straßenrand. Die Spritpreise sind auf noch nie da gewesenen Niveaus angelangt und die vor etlichen Jahren von den Grünen postulierte Forderung nach einem Spritpreis von 5 DM je Liter erscheint in den Augen vieler Autofahrer nicht mehr als die völlig überzogene und niemals eintretende Utopie irgendwelcher Ökospinner.

Zwar notieren die Spritpreise bei uns auf Höchstniveau, der Ölpreis selbst ist allerdings noch nicht ganz auf den Höhen des Jahres 2008 angekommen.

Stärkerer Dollar treibt die Euro-Ölrechnung weiter an

Die Erklärung hierfür ist wieder einmal mehr relativ einfach: Ein wieder erstarkter Dollar sorgt dafür, dass trotz der noch nicht wieder erreichten Allzeithochs beim Ölpreis für Europäer die Ölrechnung überdurchschnittlich hoch ausfällt. Öl wird wie die meisten anderen Rohstoffe auch, in US-Dollar gehandelt und abgerechnet. Steigen nun Öl und der Dollar gleichzeitig an, so ist das der Supergau für uns Europäer, denn dann werden wir an der Zapfsäule gleich zweimal in die Zange genommen und bekommen eine überdurchschnittlich hohe Ölrechnung präsentiert. Und in genau einer solchen Situation befinden wir uns eben jetzt gerade.

Preisunterschied zwischen Brent und US-Öl bleibt hoch

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Trotz steigender Ölpreise ist die Situation in den USA nicht ganz so dramatisch wie bei uns. Es gibt nicht nur keine Verteuerung des Greenbacks im Lande des Dollars, auch ist das typische US-amerikanische ÖL, WTI genannt, seit geraumer Zeit billiger als unser europäisches Pendant Brent. Aktuell beläuft sich der Preisunterschied pro Barrel auf etwa 18 US-Dollar. Der Grund: Auf dem US-Markt besteht seit längerem ein Überangebot, was den Preis trotz geopolitischer Einflussfaktoren nicht so stark steigen lässt wie das europäische Pendant.

Vor allem der schwelende Atom-Konflikt mit Iran ist mit ein Grund, warum Öl auf einem so hohen Niveau notiert wie aktuell. Auf runde zehn Dollar wird die Angstprämie geschätzt, die im aktuellen Preisniveau mit einfließt.

Aktuelle Marktlage – Weiter zu alten Höhen?

Der Ölpreis ist aktuell an einem wichtigen charttechnischen Widerstand angekommen.



Das Preishoch aus 2011 markiert aktuell die letzte Hürde auf dem Weg zu alten Höhen aus dem Jahr 2008. Gelingt es dem Ölpreis, nachhaltig über das aktuelle Niveau bei ca. 128 US-Dollar je Barrel zu steigen, dann wird Öl wohl noch teurer werden. Investments bitte wie immer nur mit Stop-Loss-Limit eingehen.

Herzliche Grüße
Ihr

Holger Wentz


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