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Kolumne16:11 09.06.16

Börsenexperte und Autor Rudolf Wittmer

China ist Europa-Meister

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

als die Aktienkurse an den Börsen zu Jahresbeginn weltweit in den Keller gingen, wurden als eine der Ursachen die rasant fallenden Devisenreserven in China ins Feld geführt. Inzwischen bestätigt sich immer mehr, dass die aus der chinesischen Republik abgeflossenen Gelder zunehmend für Aufkäufe ausländischer Unternehmen Verwendung gefunden haben. Denn die zahlungskräftigen Investoren aus dem Reich der Mitte sind in der ganzen Welt auf Einkaufstour. Darunter finden sich auch einige prominente Beispiele aus Europa. Im Detail:

Anfang April wurde bekannt, dass die chinesische Reederei Cosco für 280 Millionen Euro 51% der Anteile am Hafen von Piräus gekauft hat. Eine Option für den Kauf von weiteren Anteilen ist Bestandteil des Vertrages. In Deutschland erhitzten sich im Mai die Gemüter über das Kaufangebot des chinesischen Konzerns Midea für den deutschen Roboterhersteller Kuka. Dabei liegt das Investitionsvolumen im Bereich zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Der jüngste Coup der Asiaten war in der europäischen Presse eher eine Randnotiz. Denn:

Der chinesische Einzelhandelsriese Suning Commerce bezahlte für knapp 70% der Anteile am italienischen Traditionsclub Inter Mailand 270 Millionen Euro. Die restlichen Anteile gehören im Übrigen zum größten Teil einem indonesischen Investor. Der Handel mit Anteilen von Fußballvereinen durch ausländische Investoren hat bereits eine lange Tradition. Rückblick:

Nach der Jahrtausendwende begannen die reichen russischen Oligarchen ihre globale Einkaufstour. Darunter befanden sich bereits damals renommierte europäische Fußballvereine. Prominentes Beispiel ist der Kauf des englischen Premier-League-Clubs Chelsea London durch den russischen Milliardär Roman Abramowitsch 2003. Jetzt haben offensichtlich die Chinesen Gefallen am beliebtesten und lukrativsten Ballsport der Welt gefunden. Da trifft es sich gut, dass auch der chinesische Präsident Xi Jinping als eingefleischter Fußballfan gilt. Dies könnte in Kürze auch Auswirkungen in Deutschland haben. Beachten Sie hierzu auch unsere heutige Trendbrief-Aktienempfehlung auf Seite neun. 

Chinesische Investitionen in Europa bieten attraktive Trading-Chancen

Die chinesischen Direktinvestitionen in Europa haben sich seit der globalen Finanzkrise 2008 mehr als verzehnfacht und betragen inzwischen über 15 Milliarden Euro jährlich. Damit ist China bereits heute Europa-Meister und damit ein bedeutender Teil der europäischen Volkswirtschaft. Für uns als Trendfolger bedeutet das:

Trends an den Börsen entstehen durch Zufluss von frischem Geld. Mit der 200-Tage-Linie steht uns ein sehr wirkungsvolles und effizientes Werkzeug zur Verfügung, um diesen Geldfluss rechtzeitig zu erkennen und gewinnbringend auszunutzen.

Viel Erfolg beim Trading

Rudolf Wittmer
Chefredakteur
Trendbrief


P.S.: Rudolf Wittmer ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 29. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings. Profitieren Sie jetzt 14 Tage von allen Empfehlungen völlig kostenlos!

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

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