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Kolumne18:10 14.03.16

Börsenexperte und Autor Volker Meinel

Cisco für Trader weiter interessant

Cisco stellt die wichtigsten Knotenpunkte und Netzwerkcomputer des Internet her: Ohne die Router und Switches wären alle Bildschirme dunkel und kein Smartphone würde funktionieren.
 

Der massive Anstieg des Datenverkehrs der vergangenen Jahre hat zwar dazu geführt, dass immer mehr Router und Switches benötigt werden. Aber gleichzeitig sind die Preise aufgrund des Einstiegs großer chinesischer Firmen und des technologischen Fortschritts gefallen. Unter dem Strich gleichen sich beide Faktoren aus, sichtbar ist das am Aktienkurs von Cisco: Der stagniert seit 2004 zwischen 15 und 30 Dollar, wenn man einen kurzen Ausflug Richtung 35 Dollar, der vor zehn Jahren stattgefunden hatte, nicht berücksichtigt.
 

Cisco hatte deshalb immer wieder versucht, die Abhängigkeit vom Kerngeschäft zu überwinden und in neue Bereiche vorzustoßen. Diese Versuche waren indes nur mäßig erfolgreich, auch und gerade, wenn sie das Consumer-Geschäft betrafen. Erfolgreicher waren einige Zukäufe im Firmenkundengeschäft gemacht worden waren. Aber der große Durchbruch blieb auch hier aus.
 

Jetzt versucht man es auf eine andere Weise: Durch Investitionen in den Ausbau bestehender Produkte, die bisher eher ein Nischendasein führen, und durch gezielte Käufe von Startups soll die Position im Firmenkundengeschäft gestärkt werden. Auf dem Radar steht jetzt unter anderem der bei vielen Firmen beliebte Email-Dienst Slack. Mit der Verbesserung des eigenen Angebots, das auf den Namen „Spark“ hört, will Cisco die Position von Slack attackieren. Besonders mit zusätzlichen Features wie Voice- und Videokonferenzen will Cisco Kunden gewinnen.
 

Rund 500 Millionen US-Dollar sollen darüber hinaus in den kommenden drei Jahren in Deutschland investiert werden, um diese Entwicklung in einem Land, das laut Cisco sehr großen Wert auf den Schutz von Daten und der Privatsphäre legt, voranzutreiben. Im Rahmen dieser Strategie will man in Deutschland die Digitalisierung voran bringen - und dazu gehört auch der Zukauf von Firmen, die Bereitstellung von finanziellen Mitteln und die Kooperation mit staatlichen Stellen. Als Fernziel sollen dann „digitale Ökosysteme“ entstehen, in denen besonders sichere Kommunikation auf unterschiedlichen Kanälen möglich ist.
 

Die Cisco-Aktie stieg nach der Ankündigung auf den höchsten Stand seit Ende 2015. Eine fundamentale Änderung ist trotz der Ankündigung nicht zu erwarten. Analysten von BNP Paribas erwarten eine Fortsetzung des seit langem bestehenden robusten Seitwärtstrends. Die Aktie bleibt damit weiterhin vor allem für Trader interessant. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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