am 8. Juli 1998 überschritt der Deutsche Aktienindex (DAX) erstmals 6.000 Punkte. In den vergangenen 13 Jahren durchbrach der DAX diese Marke gleich mehrfach oder prallte ab und zwar sowohl von oben als auch von unten. Nur im Frühjahr 2001 bzw. im Frühjahr/Sommer 2010 hielt sich Deutschlands Leitindex mal etwas länger in 6.000er-Nähe auf. Statistisch spricht also wenig für ein längeres Verweilen an dieser Marke und viel dafür, dass der DAX entweder in Richtung 7.000 weiter nach oben zieht, oder aber zum x-ten Mal abprallt und nochmals die September-Tiefs bei 5.000 ansteuert. Viel wird davon abhängen, ob es gelingt, Europas Bankenkrise schnell und entschieden zu lösen. Jede weitere Verzögerung dürfte die ohnehin bereits angeschlagene Realwirtschaft in weiten Teilen der Euro-Zone in den Rezessionsbereich drücken. Viele europäische Volkswirtschaften leiden unter einer extrem hohen Verschuldung sowohl des Staates als auch der Privathaushalte. Wenn da die Kreditversorgung auch nur temporär ins Stottern gerät, ist eine tiefe Rezession kaum vermeidbar. Die Bärenmarkt-Rally im DAX kam just ins Laufen, als mehrere EU-Spitzenpolitiker erkennen ließen, dass sie das Bankenproblem nun offensiv angehen werden. Gelingt dies, könnte der DAX sein Baisse-Tief bereits am 12. September bei 4.965 gesehen haben.
Erster Emerging Market mit Kaufsignal
Vor ein paar Tagen generierte das von Gerd Ewert und mir entwickelte Trendfolge-System ein Kaufsignal für einen südasiatischen Aktienmarkt, dass mich neugierig machte. Über den betroffenen Staat wird hierzulande – wenn überhaupt – nur sehr einseitig negativ berichtet. Als vor mehreren Monaten die Emerging-Market-Länderliste für den Aktien-Trend-Investor zusammengestellt wurde, hatten Gerd und ich unter dem Eindruck dieser negativen Grundhaltung sogar überlegt, ob dieses Land besser von der Liste gestrichen werden sollte. Zum Glück entschieden wir uns anders. Wie Sie dem Chartbild entnehmen können, entwickelte sich dieser südasiatische Aktienmarkt seit Januar 2010 weit besser als der DAX. Und selbst in der jüngsten, turbulenten Crash-Phase verlor dieser Index weniger und gewann in der Erholungsphase deutlich mehr.
Vom Armenhaus zum asiatischen Tiger
Wie gesagt ist die eher dürftige, westliche Medienberichterstattung über dieses südasiatische Land durch die Bank weg negativ. Wenn überhaupt etwas zu lesen ist, dann geht es dabei in der Regel um Naturkatastrophen, Terrorismus, bittere Armut und politisch-militärische Krisen. Die Kursentwicklung an der Börse zeigt allerdings, dass es gleichzeitig auch viele gute Nachrichten geben muss, selbst diese nicht den Weg in unsere Zeitungen schaffen. Nach ein wenig tiefer gehender Recherche fand ich gleich mehrere überraschend positive Fakten. So wurde das Brutto-Inlands-Produkt und zwar pro Kopf seit 2000 glatt verdoppelt, die öffentlichen Ausgaben für Bildung und Gesundheit vervielfacht. Die Säuglingssterblichkeit konnte von 85 (auf 1.000 Geburten) auf 70 reduziert werden und die durchschnittliche Lebenserwartung der Einwohner erweiterte sich von 63 auf 67 Jahre. Eine Investmentbank brachte es in einer 2010er-Studie auf dem Punkt: Dieses Land sei auf dem Weg vom Armenhaus zum kraftvollen, asiatischen Tiger. Im Aktien-Trend-Investor haben wir das jüngste Kaufsignal daher zum Einstieg genutzt. Die mangelnde bzw. negative Wahrnehmung dieses Landes ist da eher sogar noch ein Vorteil. Große Börsenhaussen werden schließlich im Pessimismus geboren. Falls es Sie interessiert, um welches Land es sich handelt, testen Sie einfach (kostenlos) den Aktien-Trend-Investor. Sie werden überrascht sein.
Herzliche Grüße und achten Sie auf den Trend.
Daniel Haase
P.S.: Daniel Haase zeigt Ihnen in Anlegen mit System die hoch profitable Verbindung von „Emerging Markets, Rohstoffaktien und systematischer Trendfolge“. Fordern Sie deshalb den neuen Newsletter „Anlegen mit System" hier kostenlos und unverbindlich an.