Kolumne16:00 18.08.12
DAX-Sentimentanalyse
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die technische Analyse lässt sich in vier Teilbereiche gliedern – in Chart-, Markt-, Zyklen- und Sentimenttechnik. Während der DAX nach einem starken Anstieg von 1000 Punkten bzw. 17% seit sieben Handelstagen nicht von der Stelle kommt, wollen wir die Zeit nutzen und das letztgenannte Segment näher beleuchten. Der Begriff „Sentiment“ stammt aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt so viel wie „Stimmung“. Innerhalb dieser Analyseform wird versucht, die jeweiligen Emotionen zu messen, die hinter der jeweiligen Kursentwicklung stehen. Die Untersuchungen richten sich hier also auf die psychologische Qualität des bestehenden Preisniveaus und damit auf den massenpsychologischen Zustand der Börse bzw. die „Temperatur“ des Marktes. Dabei gilt:
Die Grundannahme der Sentimenttechnik besagt, dass die „Masse“ stets auf der falschen Seite investiert ist und daher auf Dauer Geld verliert – sie findet also Anwendung als Kontra-Indikator. So muss ein markanter Hochpunkt nahe liegen, wenn ein breiter Optimismus oder sogar eine Euphorie unter den Börsianer besteht. Schön zu sehen ist diese Wechselwirkung am Sentiment-Index der Börse Stuttgart, der genau zeigt, dass der DAX sein Jahreshoch Mitte März im Zuge eines breiten Stimmungsumschwungs gefunden hatte. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Wechseln die Pessimisten das Lager, werden dadurch weitere Kursgewinne bewirkt. Und genau dieser Zustand gibt nun Grund zur Hoffnung. Denn:
Mit Werten von -15 Punkten spiegelt das Euwax-Sentiment eine ähnlich skeptische Stimmung wie im Oktober bzw. Februar wieder – im Lager der Optimisten ist also noch reichlich Platz. Rückblickend entpuppten sich solche „negativen“ Phasen in den vergangenen Monaten als hervorragende Einstiegsgelegenheiten. Vorausgesetzt, die Charttechnik spielt mit, denn die Sentimenttechnik dient vorrangig nur dazu auf Übertreibungsphasen aufmerksam zu machen und zur genaueren Untersuchung bzw. Überprüfung anderer technischer Indikatoren zu motivieren. In unseren DAX-, MDAX- und TecDAX-Analysen wollen wir daher heute herausfinden, welche Gewinnchancen sich aus der – nach unserer Meinung – „übertriebenen“ Skepsis für die deutschen Indizes ergeben könnten.
Erfolgreiche Trades wünscht
Ihr
Sebastian Hoffmann
Chefredakteur
Dax-Premium-TraderP.S.: Sebastian Hoffmann analysiert für Sie im DAX-Premium-Trader DAX, MDAX sowie TecDAX und führt Sie mit konkreten Musterdepot-Empfehlungen erfolgreich durch alle Trendphasen. Dabei konnten seine Leser seit Mai 2005 satte 678% Gewinn realisieren!
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