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Kolumne15:30 21.05.12

Börsenexperte, Experte und Author Gerhard Mahler
Das Prinzip Hoffnung
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Zeiten an den Finanzmärkten sind turbulent, keine Frage. Im Mai gingen die Börsenindizes allesamt noch einmal auf Tauchstation. Einige von ihnen – hauptsächlich in Europa – haben ihre Jahrestiefs deutlich unterschritten und sind sogar in den Baisse-Modus zurückgefallen. Das wirft ein neues Licht auf die Situation, zumal das gegenwärtige Börsenumfeld den fast paradiesischen Gewinnmonaten im ersten Quartal nicht annähernd standhalten kann. Die Börsen haben offenkundig Schwierigkeiten, die jeweiligen Druckwellen zu bewältigen. Vor dem Hintergrund des schwächsten Mai-Verlaufs der Dax-Geschichte muss insbesondere die Frage beantwortet werden, wie weit die Kurse noch fallen oder ob schon in Kürze eine kräftige Gegenreaktion nach oben greifen kann. Im Mittelpunkt der Diskussion steht einmal mehr Griechenland, das derzeit einen ganzen Kontinent in Atem hält. Die Befürchtungen:

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Würde das Land an der Ägäis freiwillig oder auf Druck die Eurozone verlassen, droht der Währungsgemeinschaft das Auseinanderbrechen. Der Schock könnte ähnliche Auswirkungen wie bei der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 nach sich ziehen. Zudem besteht eine hohe Ansteckungsgefahr für andere hoch verschuldete Mitgliedsländer, die es dann noch schwerer haben dürften wieder auf die Beine zu kommen. Das harte Spardiktat soll daher nun durch eine Wachstumskomponente ergänzt werden, wie sie der neue französische Präsident Hollande am Mittwoch auf dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs präsentieren möchte. Allerdings darf stark bezweifelt werden, dass diese Initiative innerhalb von nur vier Wochen Wirkung zeigt. Erfahrungsgemäß sind solche Konstellationen keine ordentliche Ausgangsbasis für eine durchgreifende Erholung – Phasen der Ungewissheit mag die Börse gar nicht.

Insofern bleiben wir vorsichtig und handeln nur kleine Positionen, die relativ rasch wieder glattstellt werden können. Im Endeffekt läuft die gegenwärtige Lage auf einen unsicheren Seitwärtstrend hinaus, der mindestens bis zum 17. Juni, dem Stichtag der Neuwahlen in Griechenland, anhalten dürfte. Nach den deutlichen Abschlägen könnte unseres Erachtens in Kürze jedoch vorübergehend wieder das Prinzip Hoffnung reagieren. Dow Jones, S&P 500 und auch der DAX haben nach unten vielleicht drei bis fünf Prozent Luft. Das kurzfristige Risiko ist überschaubar, während gleichzeitig neue Trading-Chancen in der Luft liegen. Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des Kurzfrist-Trader.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 72% 1986%

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